Bürger mit Kontakten nach Altena liefert der Polizei Kleve entscheidenden Hinweis

Traurige Gewissheit: Vermisster aus Evingsen tot in Emmerich aufgefunden

+

[Update 11.23 Uhr] Altena - Im Fall des vermissten Mannes aus Evingsen gibt es jetzt traurige Gewissheit: Der 75-Jährige wurde in Emmerich im Niederrhein tot aufgefunden. Polizei und Staatsanwaltschaft liegen nach den Ergebnissen der Obduktion keinerlei Anhaltspunkte für ein Gewaltverbrechen vor, hieß es.

Wie die Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis auf Nachfrage mitteilte, war der Vermisste aus Altena bereits am Sonntag, 10. März in Emmerich am Niederrhein an der holländischen Grenze gefunden worden.

Nach Angaben der für Emmerich zuständigen Polizei Kleve hatte ein Spaziergänger die Leiche im Hafenbecken des Emmericher Yachtclubs entdeckt. "Entweder war der Mann dort ins Wasser gelangt oder die Leiche wurde vom Rhein in das Hafenbecken getrieben", schrieb die Polizei Kleve in einer Mitteilung vom 15. März.

Wie kam der Mann an den Rhein?

Die Polizei Kleve hatte eine Personenbeschreibung der unbekannten Wasserleiche herausgegeben, um so Hinweise auf die Identität des Mannes zu erhalten. "Ein Abgleich mit Vermisstenfällen führte bislang nicht zur Identifizierung", hieß es am 15. März von den dortigen Ermittlern.

Dann ging aus dem Nichts der entscheidende Hinweis ein - und zwar von einem Bürger vom Niederrhein, der noch Kontakte nach Altena hat. Er wies die Polizei in Kleve auf den Vermisstenfall aus Altena hin.

Im Wege der Obduktion wurde dann über einen Zahnabgleich die Identität des Mannes zweifelsfrei festgestellt. 

Familie des Vermissten äußert sich so

Die Familie, die einen Tag vor der Öffentlichkeit informiert worden war, äußerte sich gegenüber unserer Redaktion in einer kurzen E-Mail: 

"Für uns als Familie war der Zuspruch der vielen Helfer, die sich an seiner Suche beteiligt haben, sehr hilfreich. Wir bedanken uns für diese riesige Unterstützung und Anteilnahme noch einmal recht herzlich. Nun können wir in aller Stille Abschied nehmen."

Wie ein Sprecher der Kreispolizeibehörde Märkischer Kreis sagte, sei es mutmaßlich sehr schwierig bis unmöglich zu ermitteln, wie der Vermisste aus Altena überhaupt an den Rhein gelangt und dann dort zu Tode gekommen war.

Große Suchaktionen von Polizei und Bevölkerung

Der 75-Jährige aus Altena-Evingsen war am Morgen des 11. Februars in Evingsen zum Spazieren in den Wald gegangen und war nicht wieder nach Hause zurückgekehrt. Am Nachmittag hätte der Mann - der als zuverlässig und nicht dement galt - einen Termin gehabt.

So äußert sich die Polizei zum ungelösten Vermisstenfall aus Altena

Die Polizei durchsuchte mit einem Großaufgebot die umliegenden Waldgebiete. Und auch die Bevölkerung in Altena-Evingsen startete eine große Suchaktion. Fast 1000 Helfer beteiligten sich und durchkämmten die Wälder.

Doch auch die zahlreichen freiwilligen Helfer konnten den vermissten 75-Jährigen nicht finden: Die große Suchaktion wurde am Nachmittag erfolglos abgebrochen. Jetzt - Wochen später - gibt es traurige Gewissheit über das Schicksal des Mannes.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare