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Trauercafé im MK sucht dringend Mitarbeiter

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Von: Janine Tokarski

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Kreuz auf einem Friedhof
Nach dem Verlust eines geliebten Menschen hilft das Trauercafé den Hinterbliebenen. © Patrick Pleul/dpa

Seit 15 Jahren gibt es das Trauercafé im MK. Zig Angehörige haben die Mitarbeiter durch schwere Zeiten begleitet. Doch das Team ist deutlich geschrumpft. Nun werden dringend neue Kräfte gesucht.

Inzwischen gibt es das Trauercafé Momo schon seit 15 Jahren. Wie viele Menschen sie in dieser langen Zeit begleitet haben, das haben die ehrenamtlichen Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen nicht gezählt. Denn Statistik und Formalien sind ihnen unwichtig – was zählt, ist immer der Mensch, der mit seiner Trauer kommt und das Gespräch sucht.

Was die Besucher erwartet, ist eine vertrauensvolle Atmosphäre in freundlicher, einladender Umgebung im Lutherhaus in Altena und Mitarbeiter, die vor ihrem Dienst bei Momo gut ausgebildet wurden. „Leider machen viele Trauernde die Erfahrung, dass nach einigen Wochen der Trauer die Bereitschaft zum Zuhören bei den Menschen in ihrer näheren Umgebung immer mehr nachlässt“, schreibt Cornelia Langenbruch vom Momo-Team. „Nicht böse gemeint, aber Alltag eben.“

Ausbildung und Supervision für Mitarbeiter

Die Mitarbeiter des Trauer-Cafés geben dem Gast, unabhängig von Nationalität oder religiöser Zugehörigkeit, durch ihre Begleitung einen geschützten Raum. „Nur der Gast selbst gibt mit und in seiner Trauer die Geschwindigkeit seiner Trauerbewältigung vor“, erläutert Langenbruch. Natürlich brauchen auch sie selbst Unterstützung und Begleitung, deshalb erhalten sie in angemessenen Abständen Supervision durch eine Fachkraft.

„Das größte Geschenk an uns Momos ist immer, wenn jemand mit trauriger Miene zu uns kommt und sich sein Gesichtsausdruck am Ende der Gespräche deutlich aufgehellt hat“, erzählen die Mitarbeiterinnen, „das motiviert zur Weiterarbeit.“

Ohne neue Kräfte droht das Aus

Trotzdem hat sich das Team des Trauercafés in der letzten Zeit stark verkleinert – aus Alters- und aus vielen anderen privaten Gründen. Deshalb suchen die Kooperationspartner des Trauercafés – das sind die evangelischen Kirchengemeinden von Altena, Nachrodt, Dahle und Mühlenrahmede sowie die katholische Pfarrei St. Matthäus, die Caritas Altena-Lüdenscheid, die katholische Familienbildungsstätte sowie das Ellen-Scheuner-Haus – dringend Menschen, die Interesse haben mitzuarbeiten.

Dafür müssen Freiwillige kein Mitglied in einer der Gemeinden sein, jeder erhält vor dem Einsatz eine Ausbildung. „Dieses Angebot für Trauernde kann auf die Dauer nur aufrecht erhalten bleiben, wenn sich Menschen finden, die sich engagieren“, verdeutlicht Cornelia Langenbruch.

Wer Interesse an einer Mitarbeit im Trauercafé Momo hat, kann sich unverbindlich an einen Mitarbeiter von Momo unter der Rufnummer 0 23 51/6 70 20 20 oder per E-Mail an kontakt@trauercafe-momo.de wenden. Auch die beteiligten Kirchengemeinden dienen als Anlaufstellen für weitere Fragen und eine Kontaktaufnahme.

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