SDA kritisiert Verfügbarkeit

Touristen-Info in Altena: Öffnungszeiten ausreichend?

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Ganz in der Nähe des Parkplatzes Langer Kamp werden Informationen für Touristen zusammengeführt.

Altena- Die SDA - Soziale Demokratische Alternative - hält am Thema Begegnungszentrum „freiheit26“ und insbesondere an der Frage Touristeninformation fest. In der jüngsten Ratssitzung hatte sich Ratsherr Ulrich Biroth nach dem Stand der Dinge erkundigt und dabei auch ausdrücklich nach den Möglichkeiten gefragt, die für die neue Tourismusmanagerin Nathalie Weigelt eröffnet werden.

Der SDA-Ratsherr hat die Thematik jüngst auch in einer Stellungnahme auf der Internet-Präsenz seiner Partei auf der Webseite Facebook aufgegriffen. Nachdem der Bürgermeister in der Ratssitzung mitgeteilt habe, dass Nathalie Weigelt in das Gebäude an der Freiheitstraße umziehen wird, habe er nachgefragt, ab wann, zu welchen Zeiten und ob auch an Wochenenden die Anlaufstelle für Touristen regelmäßig geöffnet sein würde.

 „Die Antwort“, schreibt Biroth, „war dann allerdings überraschend und ernüchternd. Unsere neue Touristeninformation wird keine regelmäßigen Öffnungszeiten haben.“ Sie werde nach dem Motto ‘Wenn Frau Weigelt da ist, kann sie geöffnet haben, wenn sie nicht da ist, ist die Info geschlossen’ geführt. Das bleibt allerdings nicht unwidersprochen. An Wochenend-Öffnungszeiten sei vielleicht in der nächsten Saison gedacht, wenn Flüchtlinge dies übernehmen könnten.

 Biroth meint dazu: „Da wir schon jetzt unter 100 Flüchtlingen in Altena mit weiter fallender Tendenz liegen, kann man sich ausrechnen, was da passieren wird.“ Man habe also für Steuergeld das Haus gekauft und instandgesetzt, um dort eine Anlauf- und Begegnungsstätte für Touristen und Flüchtlinge zu schafften. Und nun sänken die Flüchtlingszahlen in Altena „schneller als man schauen kann“ und die Touristeninformation bleibe „faktisch eigentlich geschlossen“, so Biroths Argument, „und ist für Touristen nicht zu nutzen.“

Dem widerspricht der Bürgermeister. „Im Regelfall“ werde die Touristikinformation in der Kernarbeitszeit zwischen 9 und etwa 16 Uhr besetzt sein. Natürlich werde die neue Tourismusbeauftragte auch Aufgaben außerhalb der Stadt wahrnehmen müssen, so etwa bei Tourismustagungen oder -messen. Aber: „Gegenüber dem bisherigen Stand werden wir uns an vier Tagen in der Woche deutlich verbessern. Und das ohne Zusatzkosten für die Stadt.“

„Mir ist klar“, meint Ulrich Biroth weiter, „dass wir mit Frau Weigelt nur eine Person im Bereich Tourismus haben und dadurch mit Einschränkungen leben müssen. Warum wir dann aber nicht die Touristeninformation im Eingangsbereich des Burgaufzuges ansiedeln, ist mir unklar.“

Das sieht der Verwaltungschef etwas anders: „Man muss sich ja nur ‘mal an die Straße stellen. 80 Prozent der Besucher kommen doch am Langen Kamp an.“ Von daher sei es folgerichtig und vernünftig, genau dort eine Anlaufstelle für Touristen zu schaffen. An einer zentralen Stelle, nämlich im Foyer des Erlebnisaufzuges, gebe es ohnehin fast alle benötigten Informationen, auch samstags und sonntags.

An der Freiheitstraße 26 habe man es „mit einem weiteren, noch kürzeren Draht“ zu den Besuchern zu tun, so Dr. Hollstein. Er erinnert daran, dass derzeit rund 150 000 Touristen jährlich zur Burg kommen. „Rund 63 000 davon gehen durch die Stadt. Wenn es gelingt, dass wir auf 70 000 kommen, ist das schon ein Erfolg.“ Entscheidend sei in diesem Zusammenhang die Zielsetzung der Ansiedlung an der Freiheitstraße: „Wir müssen uns an den Laufwegen der Kunden orientieren.“

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