Deutlich weniger Auslandsgäste

Altenas Fremdenzimmer wurden in 2013 fast zehn Prozent häufiger in Anspruch genommen als in 2012. -  Foto: Keim

ALTENA - Die Statistiker des Landesamtes Information und Technik haben für das vergangene Jahr eine neue Rekordmarke in der Tourismusstatistik festgeschrieben. Für Gesamt-NRW ergibt sich ein Zuwachs der Gäste um 2,8 Prozent.

Die stärksten Zuwächse von über fünf Prozent gab es in den Regionen Siegerland/Wittgenstein und Eifel/Aachen. Das Sauerland hat sich dabei bei einem Gästeplus von 0,5 Prozent eher mäßig geschlagen, die Zahl der Übernachtungen ging sogar um 0,4 Prozent zurück.

Und die wie sieht es in der Burgstadt aus? Das Bild ist zweigeteilt. Schaut man nur auf die Summe der getätigten Übernachtungen, ergibt sich ein bemerkenswertes Plus von 9,6 Prozent. Die Düsseldorfer Statistiker haben 24 330 Übernachtungen gezählt; im Jahr 2012 waren es nur 22 202. Die mittlere Aufenthaltsdauer betrug 1,9 Tage (2012: 1,7). Gäste aus dem Ausland blieben etwas länger und betteten ihr Haupt 2,5 Tage (2012: 2,3 Tage) auf Altenaer Kissen.

Es fällt jedoch auch auf, dass die Zahl der ausländischen Besucher mit minus 19,2 Prozent kräftig rückläufig war. Es gab 703 übernachtende Besucher aus dem Ausland, im Jahr zuvor waren es noch 870. Denkbar, dass hier vielleicht auch die lang andauernden Baumaßnahmen auf der Burg einen Einfluss gehabt haben. Die Zahl der von Gästen aus dem Ausland verbrachten Übernachtungen war mit 9,0 Prozent ebenfalls deutlich rückläufig.

Eine signifikante Zahl in der neuen Fremdenverkehrsstatistik ist sicherlich die Zahl der Gästeankünfte. Die Düsseldorfer Statistiker ermittelten 12 604 Übernachtungsbesucher und damit zwei Prozent weniger als im Vorjahr.

Ein vollständig wirklichkeitsgetreues Bild des Übernachtungswesens in der Burgstadt werden die neuen Zahlen nicht zeichnen können. Dazu tragen Einschränkungen bei: Zum einen gehen nur acht Betriebe in die neue Statistik ein, zum anderen haben diese Häuser jeweils mehr als zehn Betten. Viele kleinere Betriebe wie Pensionen fallen in dieser Statistik demnach „durch den Rost“.

Die Zahlen fußen allerdings auf den Ergebnissen für immerhin 321 Betten. Hier scheint einmal ein Blick in die direkte Nachbarschaft interessant: Das nach Einwohnern gleich große Werdohl ging mit 114 Betten an den Start, das kleinere Neuenrade mit 164 und Nachrodt-Wiblingwerde mit 213.

Zur besseren Vergleichbarkeit der Übernachtungsstatistik: Kreisweit stieg die Zahl der Gästeankünfte um 0,1 Prozent, die Zahl der Übernachtungen sank um 3,4 Prozent. - Von Thomas Keim

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