1150 statt 2287 Gästen

Tourismus bricht ein: Knapp 50 Prozent weniger Übernachtungen von ausländischen Gästen

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Altena - Die Burgstadt hat touristisch schwer Federn gelassen. Das geht aus der Tourismusstatistik des Landes NRW hervor. Die Zahl der Gästeankünfte ging um fast acht Prozent zurück, die der Übernachtungen um rund sieben Prozent. Ausgewertet wurden die ersten drei Quartale.

Wie die Statistiker des Landesamtes „Information und Technik“ festgehalten haben, gab es zwischen Januar und Ende September in der Burgstadt nur 9656 Übernachtungen, das sind 7,7 Prozent weniger als vor einem Jahr. Damals wurden, ebenfalls bei rückläufiger Tendenz, noch 10 457 Ankünfte gezählt. Diese Einbrüche kann man sich bei der Stadt nicht erklären. Zumal: „Am Burgaufzug zum Beispiel ist kein Besucher-Rückgang feststellbar“, sagt Sara Schmidt von der städtischen Wirtschaftsförderung.

Besonders stark eingebrochen ist die Zahl der Gäste aus dem Ausland. Wurden in den ersten drei Quartalen 2018 noch 722 Ankünfte gezählt, so waren es 2019 nur noch 454: Satte 37,1 Prozent weniger. Auch die Zahl der Übernachtungen ging zurück. Die Statistiker zählten 21 991 Übernachtungen, 2018 waren es noch 23 707. Das dickste Minus der neuen Statistik zeigt sich im Übrigen bei den Übernachtungen ausländischer Gäste: Sie fielen um knapp die Hälfte (minus 49,7 Prozent) auf 1150, im Vorjahreszeitraum waren es noch 2287.

Die mittlere Aufenthaltsdauer ist mit 2,3 Tagen in diesem und im vergangenen Jahr unverändert geblieben. Ein Minus gibt es aber wiederum beim Blick auf die ausländischen Gäste. Sie blieben 2,5 Tage – vor einem Jahr waren es noch 3,2 Tage. In die Statistik fließen nur Betriebe mit mindestens zehn Betten ein. Davon gibt es acht in der Stadt. Diese acht Häuser bieten zusammen 298 Betten. Die mittlere Auslastung lag bei 27,3 Prozent (29,1 Prozent im Vorjahr). Sara Schmidt will diese Zahlen nicht überbewerten.

Sie erinnert daran, dass es „in Altena gerade viele kleinere Häuser und Pensionen“ gibt, die weniger als zehn Betten haben – und somit in der Statistik gar nicht auftauchen. Ein Blick über die Stadtgrenzen hinweg: Auch kreisweit gibt es ein – wenn auch geringeres – Minus. Die Zahl der Ankünfte ging um zwei Prozent zurück auf 154 255, die der Übernachtungen dagegen sogar um zwölf Prozent auf 306 587. Landesweit sieht es dagegen besser aus: Die Zahl der Besucher stieg sogar um 2,4 Prozent.

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