FTV-Geschäftsführerin Hana Janeckova über das Glück in Altena

Altena: „Das Erlebnis beginnt hier!“

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„Wir haben die besten Schlechtwetter-Angebote!“, erklärt Hana Janeckova und präsentiert sich mit Schirm vorm Burgaufzug.

Altena - Die Oma zieht dem Enkel tief die Kapuze ins Gesicht. „Haltet ein, seid still!“ zitiert der das Rehlein im Burgaufzug lachend. Opa spendiert noch eine Runde Eis. Und obwohl dieser Ferientag so fürchterlich verregnet war, ist er doch zum Erlebnis geworden für die Familie.

Auch Hana Janeckova hat schon mit Schirm vor dem neuen Portal zur Burg posiert und das ganz bewusst: „Wir sind die Region mit perfekten Schlechtwetterangeboten!“ erklärt die Geschäftsführerin des Freizeit- und Tourismusverbands Märkisches Sauerland mit Sitz in Altena.

Deshalb vermarket sie auch genau solche Szenerien bei potenziellen Altena-Touristen. Und das ganz gezielt: „Unser Kernpublikum kommt aus einem Umkreis mit etwa anderthalb bis zwei Stunden Anreisezeit. Ruhrgebietler, Holländer, Menschen aus dem Hochsauerland. Die meisten Aufrufe unserer Website sind im vergangenen Monat aus Arnsberg gekommen“, schildert Hana Janeckova. 

Idyllisches Burgpanorama 

Sie ist zwar für die Vermarktung des gesamten Gebiets Märkisches Sauerland zuständig, lässt das Urlaubsgefühl der Tagestouristen aber ganz klar in Altena beginnen: „Das Erlebnis beginnt hier!“ steht über dem Standardwerk mit Ausflugstipps und Tagestrips, das der FTV herausgebracht hat. 

Auf der Titelseite: Eine einladende Stadtansicht von Altena, ein idyllisches Burgpanorama. Auf den nächsten Seiten erklärt Graf Dietrich, wie der Ausflug ins Sauerland weitergeht: Mit dem Aufzug hinauf, Burgbesichtigung, Drahtmuseum - das ist der erste gelungene Ferientag in Altena. 

„Mit Übernachtungen halten wir die wenigsten Touristen hier“, weiß Hana Janeckova und setzt deshalb voll darauf, die Ausflügler in den nächsten Tagen wieder herzulocken: Zur Luisenhütte, ins Wildgehege Mesekendahl, die Dechenhöhle, in den Sauerlandpark, ins Aquamagis, die Museen - und Industriedenkmäler."

"Es gibt viel zu entdecken"

Wanderer werden auf den Drahthandelsweg geschickt, Geocacher schon an der Burg abgefangen. Mit Natur zu punkten, das ist erklärtes Ziel von Hana Janeckova. „Unsere Berge sind die ersten, die von Holländern gesehen werden, unsere Wälder das Naherholungsziel der Großstädter aus dem Ruhrgebiet. Darin gibt’s viel zu entdecken, das müssen unsere Gäste wissen, erleben und begeistert im Bekanntenkreis davon erzählen.“ 

Die Touristikerin hat sich einst selbst überzeugen lassen: „Aus meiner alten Heimat Prag bin ich vor Jahren in den Schwarzwald gezogen. Das ist da schon so märchenhaft schön, wie es dem öffentlichen Bild entspricht.“ 

Verliebtheit ins Sauerland auch im Privatleben

Schließlich ging’s beruflich ins Sauerland, erst nach Schalksmühle, dann nach Herscheid. „Heute lebe ich dort sogar im Eigenheim, blicke auf ein wunderschönes Tal hinab. Diese Heimat kann sich ganz locker mit den im Ausland bekannten deutschen Tourismuszielen messen. Nur mit dem Unterschied, dass der Schwarzwald keine Werbung mehr braucht“, berichtet die 39-Jährige lachend. 

Jene Verliebtheit ins Sauerland transportiert Hana Janeckova nicht nur in den Zielgruppenregionen für Touristen, sondern auch im Netz und im Privatleben: „Wenn ich meine privaten Gäste zu einer Tour einlade, dann startet die auch immer auf der Burg.“ 

"Da werde ich zur Angeberin" 

Manches mal ist Hana Janeckova in den fünf Jahren, die sie beim FTV arbeitet, auch belächelt worden. „Du arbeitest jetzt in Altena?“ fragte mancher Bekannter ungläubig. „Ich kann diese Stadt mittlerweile wie eine Löwin verteidigen“, erklärt sie. „Da werde ich zur Angeberin. Wer kann denn schon in einer so malerischen Kulisse wie den Lenneterrassen Mittagspause machen? 

Die Kritiker haben gar keine Ahnung, welche Erholungsqualität das hat, sich einfach mal für ein Getränk an den plätschernden Fluss zu setzen, die leuchtenden Geranien zu genießen, die Burg im Blick zu haben. Hier zu leben und zu arbeiten, das ist doch auch ein großes Glück!“

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