Sportfischer informiert Polizei

Tote Aale in der Lenne - Zerstückelt Turbine Fische?

Das Wehr bei Otlinghaus verfügt über eine Fischtreppe – die Aale umgingen sie offenbar. Foto: Bonnekoh

Altena - Mehr als drei Dutzend zum Teil schwer zerstückelte, kapitale Aale hat am Donnerstag Michael Plata aus der Lenne geholt. Der Vorsitzende der Interessengemeinschaft der Lennetaler Sportfischer-Vereine ist geschockt.

„Nach meiner Einschätzung sind die gut 1 000 bis 3 000 Gramm schweren Fische am Wasserkraftwerk Schwarzenstein am Lennewehr bei Otlinghaus regelrecht zerstückelt worden“, so Plata. Man könne nicht von „grünem Strom“ sprechen, der mit Wasserkraft erzeugt werde, wenn man auf Fische keine Rücksicht nehme. Das Phänomen, das besonders Aale betroffen sind, hat einen handfesten Grund: „Diese Gattung befindet sich zurzeit auf Laich-Wanderung. Deshalb müssen sie in einem begrenztem Zeitraum besonders geschützt werden“, mahnt der Sportfischer.

Bereits gegen 9 Uhr informierte Plata am Donnerstag die Polizei, die seine Anzeige gegen den Betreiber der Wehranlage an der Brücke vor dem Finanzamt am Winkelsen aufnahm. Hier waren die Fischkadaver angeschwemmt worden.

Auf das Fischsterben hatte Plata ein Gastfischer aufmerksam gemacht. „Dem bin ich sehr dankbar“, sagt der Sportfischer und erneuert noch einmal seine Kritik: „Es kann nicht angehen, dass man so etwas ungestraft durchgehen lässt. Wenn die Aale ,Glück’ hatten, wurde ihnen sofort der Kopf abgetrennt, wieder andere aber schwammen mit Wunden, unter anderem einer gebrochenen Wirbelsäule oder abgetrennten Körperteilen, umher. Die Polizei bestätigte das Tätigwerden an der Brücke am Winkelsen und leitete Ermittlungen ein. Michael Plata: „Auch Aale sind Lebewesen und verdienen unseren Respekt und Schutz.“ Das sei nicht zu viel verlangt. - von Johannes Bonnekoh

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