Baustelle an der Lennestraße

Torhaus zum Aufzug nimmt Formen an

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Konzentriert arbeiten die Männer an der Schalung des Torgebäudes. Der Gussbeton ist später sichtbar.

ALTENA - „Schönheit ist Pflicht“, sagt Polier Ludger Nitschke und grinst. Und während er seinen weißen Bauleiter-Helm in den Nacken schiebt, ruft er Anweisungen in die Höhe und lässt kein Auge vom zu verschalenden Torgebäude der Aufzugsbaustelle an der Lennestraße.

„Die Architekten haben es vorgegeben“, sagt der Bauleiter. „Das, was hier ausgeschalt wird, ist später einmal die sichtbare Außenwand des Torgebäudes.“ Und mit der linken Hand weist er auf ein Wandteilstück, das eine gezackte „Bretterzeichnung“ hat. „Diese Außenwand ist deutlich schmaler, als wenn wir gemauert hätten“, gibt der Polier zu Protokoll.

Der Mitarbeiter des Unternehmens Hepelmann ist zurzeit zuständig für das Torgebäude, dann folgt das so genannte Haupthaus und dann Block 1. Gemeint ist damit die direkte Verlängerung in den Burgaufzug-Tunnel hinein. „Wir haben noch zwei Monate Arbeit vor uns“, blickt Polier Ludger Nitschke nach vorn. Es sei aber Zeit genug, um fertig zu werden, da habe er keine Bange.

Die Schal-Tafeln, für deren Anlieferung bekanntlich der Mittelteil der Lennestraße zwei Tage kurzfristig gesperrt werden musste, sind längst an ihrem Platz. „So ein Element wiegt schon 3,6 Tonnen“, sagt der Bauleiter.

Der gelbe Kran, der von einem Mann mit einem „kleinen Kästchen“ vor dem Bauch gesteuert wird, bewegt diese schweren Teile, als wäre es nichts. 18 Meter hoch ist sein Greifarm – extrem schmal, ideal für diese Baustelle, wie der Bauhandwerker sagt. Doch bei aller Bedienerfreundlichkeit: Ganze vier Tonnen – mehr nicht – kann das Teil stemmen. „Aber keine Sorge“, sagt der Kranführer. „Da haben wir ja immer noch zehn Prozent Kraftreserve.“ Mehr als eine Betonwagenladung verschlingt allein ein Wandteil, wenn es gegossen ist. 18 Zentimeter stark wird es sein und dann „so etwa 12 Kubikmeter Beton aufgenommen haben“, sagt Polier Ludger Nitschke.

Er ist in diesen Tagen immer in Bewegung. Kontrolliert, korrigiert und hilft aus. „Wir liefern Qualität ab – da können Sie sicher sein“, sagt er und schiebt sich einmal mehr den weißen Helm in den Nacken.

Johannes Bonnekoh

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