50. Todestag von Schirrmann: Idee lebt weiter

Blick über die Täler des Sauerlandes: Viele Wanderer machen Station in den Jugendherbergen vor Ort.

ALTENA - Mit einer Gedenkstunde auf dem evangelischen Friedhof im Mühlendorf ist gestern an den 50. Todestag von Richard Schirrmann erinnert worden. Vertreter der Stadt, des SGV und des Deutschen Jugendherbergswerkes legten am Grab der Eheleute Kränze nieder.

Schirrmann war in Grävenwiesbach im Taunus gestorben. Es sei aber sein Wunsch gewesen, in der Burgstadt beigesetzt zu werden. Daran erinnerte gestern seine Tochter Gudrun Schirrmann, die wie ihre ältere Schwester Irmgard Rüter zur Gedenkfeier angereist war. Als jünster Nachkomme stand Richard Schirrmanns Urenkel Eric Rüter am Grab des Jugendherbergs-Pioniers.

Gudrun Schirrmann trat zu einer „Zwiesprache“ ans Grab ihres Vaters und zitierte aus seinen Aufzeichnungen, in denen wesentliche Gedanken über das Wesen der Jugenherbergen festgehalten waren. So habe ihr Vater einmal gesagt, eine Jugendherberge sei zwar keine Kirche, „aber eine Stätte dienender Liebe an jedermann.“ Für das Deutsche Jugendherbergswerk (DJH) sprach der Vizevorsitzende des Hauptverbandes, Gerhard Koller. „Von Altena in die Welt – eine Vision ist wahr geworden“, sagte Koller. Das Erbe Schirrmanns werde man weiterführen und daran arbeiten, „dass überall in der Welt Menschen dankbar an Richard Schirrmann denken.“

„Wir verneigen uns vor der Idee“, sagte Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein. Das Jugendherbergswesen trage positiv zur Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen bei. „Diese Idee lebt“, stellte der Ratsvorsitzende fest. In der Burgstadt gebe es nur zwei Ehrenbürger – einer davon Richard Schirrmann. Dieser Titel sei aber um so berechtigter. J tk

von Thomas Keim

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