Todesfälle lassen das Publikum rätseln

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Eine schwierige Fracht zum Abtransport. ▪

ALTENA ▪ Ein schönes Haus mit prachtvollem Garten, eine glückliche Ehe, eine verliebte Tochter – eigentlich könnte im Heim von Jane und Andrew alles so friedlich zugehen, gäbe es da nicht ständig diese seltsamen Unfälle: Fensterputzer, Fernsehmechaniker und Gasableser überleben ihren Besuch im Hause nicht.

Jane, Andrew und ihre Tochter Sally haben sich jedoch offensichtlich an diesen makaberen Zustand gewöhnt, denn was können sie auch dafür, dass der Gasableser die Kellertreppe hinunterstürzt und der Fernsehmechaniker einen Stromschlag erleidet. Für den angehenden Schwiegersohn Geoff erhärtet sich allerdings der Verdacht, dass diese Zwischenfälle weder Zu- noch Un-, sondern klare Mordfälle sind. Als sich nun der neue Vikar der Gemeinde zum Antrittsbesuch ankündigt, sieht es Geoff als seine Pflicht, diesen mit allen Mitteln vor vermeintlichen Mordanschlägen zu beschützen - aber ist der von Unglücksfällen verfolgten Familie wirklich ein Mord zuzutrauen? Wer nun neugierig geworden ist, sollte auf keinen Fall eine der noch vier verbleibenden Vorstellungen des Freien Theaters Altena „Auf Draht“ verpassen. Am Freitag feierte die Theatergruppe Premiere mit der englischen Komödie „Kille Kille“, die aus der Feder des Autors Derek Benfield stammt. Rund 80 Gäste waren in den „Lennestein“ gekommen und wurden auch in diesem Jahr nicht enttäuscht.

Viele viele Probestunden, Licht, Technik, Bühnenaufbau, aber auch jede Menge Spaß – ein Jahr harter Arbeit liegt hinter dem Ensemble, und das merkt der Zuschauer auch. Tolle schauspielerische Darbietungen, ein großartiges Bühnenbild – und das alles mit viel Liebe zum Detail – machen die Aufführungen von „Auf Draht“ zum Erlebnis. Bei vielen Gästen hat das jährliche Schauspiel bereits einen festen Platz im Terminkalender. Die Komödie, die in zwei Akten aufgeführt wurde kam beim Publikum sichtlich gut an. Immer wieder gab es Szenenapplaus. Abschließend bedankten sich die Zuschauer mit kräftigem Dauerapplaus für eine gelungene Premiere.

Auch am Samstag standen Sabine Marzineak, Frank Lengelsen, Tobias Vogt, Kirsten Kreisel, Jens Weihl, Ulrike Vogt, Wolfgang Lengsfeld, Dietmar Vogt und die beiden Debütantinnen Sandra Kettlig und Jessica Reinhardt auf der Bühne, um die Frage der Fragen zu klären: Ist der Familie wirklich ein Mord zuzutrauen?

Weitere Vorstellungen warten am Freitag, 18. Februar, Samstag, 19. Februar, Mittwoch, 23. Februar oder Freitag, 25. Februar jeweils um 20 Uhr (Einlass ab 19 Uhr) im „Haus Lennestein“: Karten gibt es im Vorverkauf bei Cafè Merz, der Buchhandlung Katerlöh, im Versicherungsbüro Vogt, im Lennestein oder an der Abendkasse für acht Euro. ▪ loe

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