Tischlerinnung feiert selbstbewusst Geburtstag

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Tischerazubis bei der Arbeit.

ALTENA - Schulklassen und ehemalige Handwerker gehörten am Freitag zu den Besuchern in der Lehrwerkstatt der Tischlerinnung in der Rahmede, aber auch Anwohner oder Bürger schauten sich um.

Dort fand zum 100jährigen Bestehen der Innung im Märkischen Kreis ein „Tag der offenen Tür“ statt, in dem Auszubildende an ihrem Arbeitsplatz für das Tischlerhandwerk warben. Ob an den Maschinen, an Werkbänken mit althergebrachten Werkzeugen oder beim CAD-Zeichnen konnten Besucher ihnen über die Schulter schauen.

Für Fragen standen mit Johannes Wortmann, Obermeister der Tischlerinnung und Hans-Joachim Losigkeit, Ausbildungsleiter der Lehrwerkstatt, zwei kompetente Ansprechpartner zur Verfügung.

Die Gäste konnten sich über die Ausbildung informieren, Werkzeuge ausprobieren und bei Bedarf gaben die Handwerker auch Tipps für den Ausbau der eigenen vier Wände.

„Rechnen muss man können, räumliches Vorstellungsvermögen besitzen und den Umgang mit den Kunden beherrschen“, erklärt Losigkeit die Voraussetzungen für angehende Tischler. Und er weißt darauf hin, das jungen Menschen über das Handwerk alle Bildungswege offen stehen. „Hauptschüler können über die Ausbildung zum Gesellen und den Besuch der Meisterschule mit bestandener Prüfung sogar eine Zugangsberechtigung zum Studium an einer Universität, einer Fachhochschule oder der Akademie der bildenden Künste bekommen“. Der Platz an der Hobelbank ist also keine Einbahnstraße.

Wortmann kann noch vier freie Ausbildungsplätze für 2012/2013 anbieten, in Kierspe, Balve, Menden und Hemer werden noch Interessenten gesucht. An der „Ausbildungswand“ in der Lehrwerkstatt hängen noch reichlich Angebote für das kommende Ausbildungsjahr.

Am Abend feiert die Tischler-Innung ihr 100jähriges Bestehen mit einem kleinen Festakt. Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein hat sein Kommen zugesagt und auch Kreishandwerksmeister Thomas Bock und Landungsinnungsmeister Rainer Söntgenrat werden kurze Ansprachen halten. Eingeladen sind die Mitgliedsbetriebe, Ehrenamtsträger, das Lehrpersonal und auch Tischlerbetriebe, die noch nicht Innungsmitglied sind.

„Es soll eine lockere Feier mit guten Gesprächen werden. Für die Verpflegung unserer Gäste haben wir einen Pizzabus bestellt“, umreißt Wortmann den geplanten Ablauf des Abends.

von Silvia Sauser

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