Von tierischen Rennfahrern und dubioser Waldpolizei

ALTENA ▪ Warum Elstern als diebisch gelten, wie Turmfalken es schaffen, schneller als ein Rennwagen zu sein und warum der Eichelhäher als „Polizist des Waldes“ gilt und als gelegentlicher Jungvogel-Räuber trotzdem keine weiße Weste hat – für die Jungen und Mädchen vom Johanniter-Kindergarten Freiheit gab es am Montag jede Menge Neuigkeiten. Von Thomas Keim

Zum Beispiel, wie eine vermeintlich „lahme Ente“ selbst einem schlauen Fuchs ein Schnippchen schlagen kann. Und sehr interessantes Anschauungsmaterial gab es auch. Zu Besuch war nämlich die „Rollende Waldschule“ im Märkischen Kreis mit ihrem Leiter Axel Dohmen und dem Zivildienstleistenden Stephan Jedwoski als Assistent.

Axel Dohmen absolviert jährlich bis zu 1300 Besuche in Kindertagesstätten, aber an der Freiheit war er auch noch nicht. Die Waldschule hat es sich zur Aufgabe gemacht, Kinder und Jugendliche, aber auch Erwachsene, wieder für den Wald zu sensibilisieren. Dafür stehen nicht nur die Unterrichtsräume in Letmathe zur Verfügung, sondern eben auch die vielen Besuche in Einrichtungen und vor Ort – und gemeinsame Ausflüge in die Natur. Dann macht sich Dohmen mit dem Junioren zu Erlebnis-Spaziergängen im Wald auf. Das sollen auch die Mädchen und Jungen vom Johanniter-Kindergarten im kommenden Frühjahr einmal erleben.

Die Waldschule im Märkischen Kreis ist seit ihrer Gründung im Jahre 1998 mit einem Mitarbeiter der Landesforstverwaltung ausgestattet. Sie steht in der Trägerschaft des Fördervereines „Lernort Natur“, einer Initiative der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, des Waldbauernverbandes und der Märkischen Jagdkreisgruppe.

Die Waldschule wird immer beliebter. Seit Ihrer Gründung vor zwölf Jahren wurden mehr als 50 000 Menschen - meist Schüler der Klassen 2 bis 4 neben Interessenten aus unterschiedlichsten Bereichen - über die Waldfunktionen informiert.

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