Holzrehe warnen vor Wildwechsel

+
Klaus Chiarelli ist mit Rauhaardackel Iwo oft in der Natur unterwegs und stellte die Rehattrappen auf. ▪

ALTENA ▪ Autofahrer bremsen für sie ab - diesen Effekt hat Klaus Chiarelli schon beobachten können, seitdem er auf der L692 Rehattrappen aufgestellt hat. Die schlichten Silhouetten aus Holz gaukeln den Verkehrsteilnehmern vor, dass aus 20 Metern Abstand ein Reh in Richtung Fahrbahn unterwegs ist. Der Altenaer möchte mit den Attrappen dazu beitragen, dass weniger Wild durch Unfälle zu Schaden kommt.

Der Abzweig von der Brachtenbeck in Richtung Lüdenscheid ist ein massiver Schwerpunkt für Wildunfälle. Die eine, mit dichten Büschen bewachsene Seite, ist ein beliebter Zufluchtsort für Rehe. Der einzige Weg zur gegenüberliegenden Weide führt über die vielbefahrene Hauptstraße, auf der größtenteils 100 Stundenkilometer gefahren werden dürfen.

Klaus Chiarelli besitzt eine Hütte in diesem Bereich und ist oft Zeuge tödlicher Kollisionen. Im Bereich Brachtenbeck hat er Warnhinweise montiert. Die Rehattrappen sind ein zusätzlicher Hinweis auf den Wildwechsel.

Als Mitglied in der Schutzgemeinschaft Deutsches Wild mit guten Kontakten zu den heimischen Jägern fand Klaus Chiarelli schnell Mitstreiter. Die Jäger Peter-Wilhelm Geßler und Joachim Pritzlaff halfen beim Skizzieren und Vorzeichnen einer Schablone. Manfred Feyerabend und Schreiner Eckhard Dalüge sägten die Schablone und das Holz in Reh-Silhouette aus. Firma Kumow stellte Metallstäbe zur Fixierung der falschen Wildtiere zur Verfügung. Die ansässigen Landwirte waren einverstanden, dass Klaus Chiarelli die Attrappen auf ihren Feldern aufstellte. Gern würde der Naturschützer noch mehr Gefahrenstellen ausstatten, doch nicht alle weisen eine geeignete Stelle auf, die 20 Meter Abstand zur Straße vorweisen. Das ist Vorgabe von Straßen.NRW.

Peter-Wilhelm Geßler würde nicht nur gern Rehe, sondern auch Wildschweinattrappen in Altena etablieren. „Dafür suchen wir noch einen pfiffigen Zeichner“, wendet sich Klaus Chiarelli an kreative Altenaer. ▪ iho

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.