Tiefe Einblicke in die Seelenwelt der Evingser

Vorgeschmack auf das Western-Fest. ▪

von Silvia Sauser - ALTENA - Man könnte meinen, Evingsen feiere nur deshalb ein Schützenfest, um den vielen verkappten Schauspielern, Sängern und Tänzern aus der Bevölkerung ein Forum zu bieten. Der Dorfabend mit seinen Aufführungen war wieder einmal der gelungene Abschluss eines rundherum gelungenen Festes.

Friedhelm Winkel dankte zu Beginn allen Akteuren für ihr großes Engagement: „Wir haben ein Evingser Schützenfest so richtig nach unserem Geschmack gefeiert. Es war eine hervorragende Bekränzungswoche, ein toller Dorfrundgang, es gab schöne Festzüge im diesmal trockenen Springen.“ Danach eröffnete das Königspaar den Festball zur Musik der „Local Heroes“, die den Abend mit ihrer flotten Tanzmusik mit gestalteten.

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Schützenfest in Evingsen Sonntag

Presseoffizier Holger Wolf fungierte als Moderator des Abends. Als ersten Programmpunkt kündigte er die Zugführerrunde an, die sich mit dem Lied „Niemals geht man so ganz“ bei ihrem Hauptmann Dieter Bernhardi für seine siebenjährige Tätigkeit an ihrer Spitze bedankte. Bernhardi dankte seinen Kollegen, aber er halte sich an die Vorgehensweise seiner Amtsvorgänger: „Mit 60 hören wir auf“.

Die zweite Aufführung bot bereits einen Vorgeschmack auf das Western-Fest, das der 2. Zug im nächsten Jahr nach einem Urteil des Femegerichts ausrichten muss. Wolf riet dem versammelten Publikum schon mal die richtigen Schritte für den Square-Dance auf der „Neuhoff´schen Ponderosa“ zu lernen. In tollen Kostümen und zu dem Song „Komm, hol das Lasso raus“ wurde König Michael Bussler vom Thron geholt und musste sein Können beim Steckenpferd-Reiten beweisen.

Dass der Schützenverein keine Nachwuchssorgen haben muss, bewies nicht nur das große Interesse am Kinderkönigsschießen und die Präsenz des Kinderkönigspaars Mika und Angelina während des gesamten Festes, sondern auch die dritte Aufführung beim Dorfabend. Die 13jährigen Mädchen des Vereins christlicher Pfadfinder boten ebenfalls eine klasse Western-Show.

„Furchterregende Gestalten – nein, keine Dahler“, kündigte Wolf danach an. Die Piratenbräute des 3. Zuges in filmreifen Kostümen und witzigen Requisiten enterten die Tanzfläche und zeigten einen Säbeltanz. Auch sie ließen sich nicht davon abbringen, zum Song „Der König der Piraten“ den „König der Schützen“ vom Thron zu entführen und zu einer Tanzeinlage zu zwingen.

Nicht mit Tanz und Musik, sondern mit einem Märchen bestritt der 1. Zug aus dem Springen seinen Beitrag zum Dorfabend. Die einzig wahre Geschichte von Rotkäppchen, witzig dargeboten mit den passenden Liedern der neuen deutschen Welle, ließ kein Auge im rappelvollen Zelt trocken bleiben. Moderator Wolf bedankte sich beim Bösen Wolf, der in dieser Version des Märchens rücksichtslos vom Trecker überfahren wird, und der „Familie Grimm“ für den Einblick in die „Springer Märchenwelt“.

Das Finale hatte in diesem Jahr der 5. Zug vorbereitet. Zum Showdown gab es das „Aktuelle Sportstudio“, nicht ganz echt mit Werbeblöcken, in denen der „Mais marschierte“ und die Duracell-Häschen hoppelten, solange die Batterie hielt. Aber auch die Aqua-Gymnastik-Damen und die Step-Aerobic-Herren im knappen String heizten die Stimmung noch einmal richtig an. Zu „Wavin´flag“, dem Song der WM 2010, ging das Schützenfest 2010 in Evingsen zu Ende.

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