Trauer um Thorsten Goslar

Nachruf Thorsten Goslar
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Thorsten Goslar war Dirigent des Altenaer Blasorchesters.

Für seine Familie, Freunde und Arbeitskollegen ist es unfassbar: Thorsten Goslar ist tot. Der Dirigent des Altenaer Blasorchesters wurde nur 37 Jahre alt. Der gebürtige Altenaer verstarb plötzlich und überraschend am vergangenen Sonntag nach kurzer, schwerer Krankheit.

Altena – Seit Juni 2015 stand das Blasorchester Altena unter der Leitung von Thorsten Goslar, für den schon als Kind die Musik eine Herzensangelegenheit war. Er war Schlagzeuger, wenn er auch die Trompete mochte. Am Burggymnasium war er Koordinator der Bläserklasse und Lehrbeauftragter für Schlagzeug. Die Ausbildung junger Leute an Instrumenten war ihm besonders wichtig.

Dieses Jahr sollte eigentlich ein ganz Besonderes für Thorsten Goslar werden – er heiratete im Sommer. Sein plötzlicher Tod macht die Menschen in seinem Umfeld fassungslos.

Polizist mit Leib und Seele

Thorsten Goslar ist in Altena geboren und aufgewachsen. Nach dem Abitur am Burggymnasium wählte er seinen Traumberuf: Er wurde Polizist. Zuletzt arbeitete er bereits seit vielen Jahren als Oberkommissar in der Polizeiwache Lüdenscheid, übernahm dort auch gern Verantwortung.

„Man ringt nach passenden Worten, wir Kollegen sind geschockt“ sagt Pressesprecher Polizeihauptkommissar Dietmar Boronowski. In der Polizeiwache gibt es einen Kondolenzbereich. Wer möchte, kann sich in das Kondolenzbuch eintragen. „Viele Menschen kannten Thorsten Goslar, als Mensch und als Kollege war er sehr sympathisch“, sagt Dietmar Boronowski.

Obwohl Thorsten Goslar nach Lüdenscheid gezogen ist, hatte er immer ein enges Band zur Burgstadt. Mit seinem Blasorchester nahm er auch einen festen Platz im Schützenfestgeschehen ein. Dass er selbst Mitglied der Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft war, war für ihn als „Altenaer Junge“ selbstverständlich. Als er einmal gefragt wurde, was das Schützenfest Altena für ihn bedeutet, antwortete er: „Ein friedvolles Miteinander, ausführliche Pflege alter und neuer Freundschaften sowie ein Fest, bei dem alle füreinander da sind.“ Für das Schützenfest 2018 schrieb Thorsten Goslar zum berühmten Knickebeinlied einen vierstimmigen Notensatz. So konnte das Altenaer Blasorchester erstmals auch instrumental das Altenaer Lied begleiten.

Ode an die Freude für Altenas Senioren

Seinen letzten öffentlichen Auftritt hatte Thorsten Goslar im April diesen Jahres. Er spielte in 18 Metern Höhe auf der Drehleiter Beethovens „Ode an die Freude“ auf seiner Trompete. Es war ein Dankeschön für alle, die während der Coronakrise haupt- oder ehrenamtlich besonders gefordert sind. Eine am Korb der Drehleiter befestigte Kamera drehte die Aktion.

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