Hühner und die Lenne sind ihm wichtig

Roberg
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Thomas Roberg zieht für die CDU in den Rat ein.

Altena – Schissbuxe, Brauni, Schnelli und Ingo – ulkige Namen, die die Nichte von CDU-Ratsmitglied Thomas Roberg seinen Hühnern und dem Hahn gegeben hat. Er liebt das Federvieh, das in seinem Garten an der Brachtenbeck „ein ideales Zuhause hat.“ Und deshalb kommt immer „ein frisches Ei aus Freiluft-Hühnerhaltung auf den Tisch“, flachst der 49-Jährige

Altena - Als eingefleischter Schütze der Kompanie Kelleramt in der Friedrich-Wilhelms-Gesellschaft (FWG) sind die Eier für ihn aber auch wichtig, das legendäre Schützengetränk „Knickebein“ selbst zu mixen. Denn in diesem besonderen Schnaps der FWG-Aktiven spielt bekanntlich ein frisches Ei eine große Rolle.

Roberg errang im Jahr 2009 die Schützenkönigswürde bei der FWG und regierte drei Jahre lang mit Julia Lüling das Schützenvolk. Aktuell gehört er der Hofstaatkommission an und wirkt noch als Scheffe. Ehrenamtliche Tätigkeiten, „die mir richtig Spaß machen“, kommentiert er das.

Roberg ist jemand, der den Kontakt mit Menschen sucht. So organisierte er zum Jahreswechsel 2015/2016 beispielsweise das 1. Neujahrsschwimmen in der Lenne. „Ein Riesenspaß“, erinnert er sich. „Wir hatten vorsichtig mit einer Handvoll Interessierter gerechnet, gekommen sind am Ende mehr als 300 Zaungäste“, sagt er. Zwar sei die Veranstaltung wegen eines tragischen Vorfalls in der Lenne am Vortag fast noch gekippt worden, aber wir haben sie dann doch durchgezogen.“

Neujahrsschwimmen wird wiederholt

Auf die verrückte Idee, sich mit weiteren Mitschwimmern ins damals zwei Grad kühle Lenne-Wasser zu werfen, kam er nach einem Urlaub an der Ostsee. „Dort, in Kühlungsborn, hat mir das dortige Spektakel Neujahrsschwimmen so gut gefallen, da habe ich die Idee hier in Altena umgesetzt. Eine Wiederholung“, so schiebt er nach, „ist fest geplant.“

Die Burgstadt liegt Roberg sehr am Herzen. „Hier wohne ich seit Kindesbeinen. Hier wollte ich nie weg. Wir müssen im Rat dafür sorgen, dass die Schönheiten Altenas auch noch weiter bekannt werden“, hat er sich vorgenommen. Und deshalb nennt er die Weiterentwicklung des zarten Pflänzchens Tourismus als eine „Aufgabe, die wir mit Vehemenz angehen sollten.“ Altena habe die Lenne, das sei ein Schatz. „Da gehören Campingangebote dazu und das Erleben von Wasser.“ So hat Roberg bereits eng mit dem Altenaer Canuverein, dem er auch angehört, zusammengearbeitet. Und auf eigene Kappe sogar schon die eine oder andere Schlauchboot-Tour auf der Lenne für Freunde, Bekannte und Interessierte angeboten. Man bekommt dann einen ganz anderen Blick auf die Stadt“, sagt er.

Die Lenne hat er auch in seine Königsplakette eingravieren lassen –„wie gesagt: Sie gehört so zu Altena wie die Butter aufs Brot.“

Enge Kontakte nach Vierville

Die Normandie – speziell der Ort Vierville sur mer – also die Partnergemeinde von St. Matthäus, Altena, „ist meine große Liebe“, sagt der 49-Jährige. Seit 1986 ist er jedes Jahr dort gewesen, „manchmal sogar zwei Mal.“ Alles begann im Kinder- und Jugendalter, als er an Freizeiten der katholischen Gemeinde teilnahm. „Es haben sich wunderbare Freundschaften entwickelt, zwischen unseren französischen Freunden und auch Altenaern“, sagt er. Jean Paul Hausermann ist stets der Gastvater, wenn Thomas Roberg in Frankreich weilt. „Ein Mann, der in einem stattlichen Herrenhaus wohnt und uns Gäste stets super verwöhnt.“ Erleben durfte er dort auch schon Historisches. Obwohl Hausermann selbst nicht so viel Wert darauf lege, würden zum Jahrestag der Alliierten Landung in der Normandie nicht nur Feierlichkeiten, sondern auch Szenen dieses Tages nachgespielt. „Da war ich auch schon dabei.“

Robergs großes Hobby ist das Kochen. „Ich bringe alles auf den Tisch, was man gut essen kann“, strotzt er schon ein wenig vor Selbstvertrauen. „Zurzeit bietet sich beispielsweise Schweinshaxe an“, lacht er.

Mit Hollstein Tischtennis gespielt

Viele Jahre hat Roberg aktiv Sport betrieben und tut es noch. „Aus dieser Zeit kenne ich auch unseren scheidenden Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein. „Wir waren im selben Tischtennisverein“, erläutert Roberg. 30 Jahre war er im TT Städtisch Rahmede aktiv, spielte aber auch beim TTC Altena. „Da laufe ich noch immer um die Platte, das hält fit“, lacht der Burgstädter.

Zur CDU kam er, „weil ich schon christlich angehaucht bin. Das passt vom Programm“, sagt er zu seinem Entschluss, sich der Union anzuschließen. Angesprochen wurde er von Christian Klimpel und Uwe Kober, die er beide sehr schätzt. „Ich bin mit der Stadt Altena verbunden. Ich möchte mithelfen, sie noch ein bisschen lebenswerter zu machen, als sie schon ist.“

Dass es sein Ex-TT-Kollege Hollstein in Dortmund nicht auf den Chefsessel im Rathaus geschafft hat, bedauert Roberg. „Er hat viel bewegt bei uns. Ich denke, er wird noch etwas Geeignetes finden“. Seinen Ratskollegen reicht Roberg schon im Vorfeld der kommenden Sitzungen „beide Hände. Ich glaube, alle wollen etwas für Altena bewegen. Ich sage immer: Gemeinsam für Altena – daran werde ich hart arbeiten.“

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