„SachWat“ gegen Stammtischparolen

Jürgen Albrecht und Karin Kettling wollen Impulse geben zu einer geistigen Notwehr gegen „Stammtischparolen“. Foto: Albrecht

Altena -  „Es geht vor allem darum, was man gegen Stammtischparolen machen kann“, erklärt Stefan Kemper, Sprecher des Katholikenrats im Kreisdekanat Altena-Lüdenscheid. Für den 31. August laden verschiedene Kooperationspartner ab 19 Uhr zu der Theater-Aktion „SachWat“ in den Pfarrsaal der St. Matthäus-Gemeinde ein.

Zu Gast sind Karin Kettling, Schauspielerin und Argumentationstrainerin, sowie Jürgen Albrecht, Schauspieler und Theaterpädagoge. Das Künstler-Duo will Impulse geben zu einer geistigen Notwehr gegen die „Stammtischparolen“. Ernst und humorvoll werde die Veranstaltung, erklärte Kemper im Rahmen eines Pressegesprächs. Die Theater-Aktion geht zurück auf eine Initiative des Diözesanrats im Bistum Essen und wird in Kooperation mit der katholischen Kirchengemeinde, der evangelischen Kirche Altena, dem Stellwerk und dem Katholikenrat im Kreisdekanat Altena-Lüdenscheid durchgeführt.

Besonders ehrenamtliche hätten oft mit „Stammtischparolen“ zu kämpfen. „Auch deswegen findet die Aktion in Zusammenarbeit mit dem Stellwerk statt“, erläuterte Kemper. Die beiden Stellwerk-Mitarbeiterinnen Dorothee Isenbeck und Jutta Böttner hätten den ehrenamtlichen Helfern bereits von dem Theaterstück erzählt. „Da gibt es viele, die interessiert sind“, betonte Isenbeck. „Das ist ein Thema, das brennt.“ Und Böttner ergänzte: „An dem Abend wird man sich austauschen können und eigene Erfahrungen mit einbringen.“

Das Theaterstück sei in einer Presbyteriums-Sitzung vorgestellt worden. Dan Ossenberg-Engels, Mitglied im Presbyterium, habe sich gleich begeistert gezeigt. „Schließlich geht dieses Thema alle etwas an.“

Dass die Aktion weniger als einen Monat vor der Bundestagswahl stattfindet, sei kein Zufall, wie Kemper erklärte. Die Flüchtlingsthematik sei schließlich hochpolitisch. Kemper, wie auch Ulrich Schmalenbach, Pfarrer der katholischen Kirchengemeinde, betonten, dass es durchaus Differenzen beim Zusammenleben mit den Asylbewerbern gebe. „Da gilt es, miteinander zu reden. Auch unter Nachbarn gibt es schließlich mal Streit“, betont Kemper. Für einen „gemütlichen Abend“ werde der Pfarrsaal dementsprechend eingerichtet, verkündeten die Organisatoren. „Schließlich wollen wir dort keine Vortragsatmosphäre schaffen.“

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