Theater „Auf Draht“ versteckt Leichen

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Jens Weihl auf der Leiter: Die Kulissen für ein neues Stück zu bauen, ist mehr Arbeit als eine Wohnungsrenovierung. Im Thomas-Morus-Haus musste alles am Wochenende fertig werden, denn Mittwoch und Freitag wird darin geprobt.

Altena - „Auf Draht“ hat Leichen im Keller und die wollen gut versteckt sein. Entsprechend aufwendig ist der Kulissenbau für das neue Stück „Arsen und Spitzenhäubchen“, das am Samstag, 4. März, um 20 Uhr im Thomas Morus-Haus Premiere feiert. Dafür und auch für alle weiteren Vorstellungen gibt es noch Karten.

Entsprechend des berühmten Bühnenplots benötigt die Kriminalkomödie mehrere Spielebenen, auf denen sich die Darsteller bewegen müssen. Gebaut wird ein herrschaftliches Haus als Spielort, in dem die etwas verschrobenen Schwestern Martha und Abby wohnen. Theaterkritiker Mortimer Brewster hat die beiden trotzdem ins Herz geschlossen und ist schwer erschüttert, als er in der schweren Stubentruhe der Ladies eine Leiche findet.

Bevor er der Angelegenheit auf den Grund gehen kann, taucht sein mittels plastischer Chirurgie optisch stark veränderte Bruder Jonathan nach langer Zeit wieder auf. Auch der Berufskriminelle hält das Anwesen der Tanten für hervorragend geeignet, um dort ein Mordopfer diskret verschwinden zu lassen. Wie gelegen es da doch kommt, dass es mit Teddy einen weiteren Hausbewohner gibt, der in geistiger Umnachtung glaubt, im Keller den Panama-Kanal zu graben...

Kulissenbau läuft seit einem Jahr

Nicht nur die Kulissen, sondern auch die Zuschauerränge wurden grundgereinigt.

Mit der Installation des Bühnenunterbaus für die vornehme Kulisse hatten die Ensemble-Mitglieder bereits vor einem Jahr begonnen. Samstag uns Sonntag hieß es Stellwände tapezieren, Teppiche verlegen, Möbel schleppen - wie in einer echten Wohnung gehobener Klasse. Entsprechendes Mobiliar und Accessoires, die in die Zeit passen, hat den Theaterleuten das Stöberland zur Verfügung gestellt.

Damit sich die Zuschauer am Premierenabend und zu den weiteren Spielabenden wohlfühlen, ist das Thomas Morus-Haus samt Mobiliar vom Ensemble grundgereinigt worden. Auch um die Verpflegung der Zuschauer mit Getränken und Snacks kümmern sich die Mitglieder selbst. „Hier haben wir mehr Eigenverantwortung, als im Lennestein“, beschreibt Vorsitzender Dietmar Vogt. Beim Stellen der Tische müssen auch die Fluchtwege berücksichtigt werden.

Karten im Vorverkauf und an der Abendkasse

Abgesehen davon, dass der Vorverkauf für die Spielsaison 2017 etwas besser laufen könnte, ist Vogt guter Dinge: Mittwoch und Freitag wird noch einmal in der fertigen Kulisse durchgeprobt. Das Ensemble hat viele eigene Akzente gesetzt, um auch den Theaterfans, die das Stück schon kennen, noch einige Überraschungen bieten zu können.

Nach der Premiere folgen Aufführungen am 8., 10., 11., 17., 24. und 25. März, jeweils 20 Uhr. Karten im Vorverkauf gibt es für 10 Euro im Versicherungsbüro Vogt, in der Konditorei Merz und in der Buchhandlung Katerlöh – und natürlich auch an der Abendkasse.

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