Enttäuschende Resonanz

„The Servants“: So lief das Benefizkonzert

Mit den größten Hits von Queen, den Rolling Stones, Status Quo, The Beatles, den Beach Boys, AC/DC, Dire Straits und ZZ-Top heizten The Servants dem Publikum ein.
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Mit den größten Hits von Queen, den Rolling Stones, Status Quo, The Beatles, den Beach Boys, AC/DC, Dire Straits und ZZ-Top heizten The Servants dem Publikum ein.

Die Musik war toll und machte Lust auf Tanzen, die Zapfanlage funktionierte, das Hygienekonzept war durchdacht – alle Voraussetzungen für ein tolles Konzert waren gegeben. Nur eines fehlte: die Besucher. Und Schuld daran war vermutlich nicht nur der Regen.

Altena – „Wenn man ein Benefizkonzert zugunsten der Flutopfer veranstaltet, hat man schon die Vorstellung von vollen Reihen – aber das wird wohl wieder nichts“, sagte Wolfgang Noack, Geschäftsführer des Kulturrings Altena. Zwei Wochen hatten er und sein Team an der Umsetzung des Benefizkonzerts im Biergarten des Hauses Lennestein gearbeitet. „Man hat schon die eine oder andere schlaflose Nacht im Vorfeld und gibt alles, dass es ein Erfolg wird“, erzählte Wolfgang Noack.

Entsprechend enttäuscht zeigte er sich bei der sehr geringen Resonanz. Er schätzte, dass gerade einmal 50 Besucher gekommen sind – eine eher optimistische Zählung. Ein Grund war natürlich der massive Regen, der gerade zu Beginn wenig Lust auf einen Open-Air-Abend machte. Allerdings hielt sich auch die Zahl der Voranmeldungen in Grenzen.

Gerade einmal 60 Interessierte hatten sich angemeldet. Für Wolfgang Noack ist es schon die zweite Enttäuschung. Denn auch das Benefizkonzert auf der Burg stieß auf eine eher geringe Resonanz.

Gute Stimmung herrschte unter den Gästen, die das Benefizkonzert am Haus Lennestein besuchten.

„Da hatten wir allerdings noch eine Konkurrenzveranstaltung im Drahtmuseum, heute ist das nicht so. Ich weiß nicht, was man machen soll. In Altena kommen alle, wenn die Schützen etwas machen, aber sonst nicht“, sagte der Geschäftsführer ein wenig resigniert. Dabei sei es ihm so wichtig, mit Veranstaltungen wie diesen zu zeigen, dass der Kulturring nicht nur für klassische Musik steht, sondern auch für Konzerte wie diese.

Mit The Servants konnte der Kulturring wirklich eine tolle Band für das Benefizkonzert gewinnen. Die Ruhrgebietler überzeugten mit Hits aus den 60er-, 70er- und 80er-Jahren. Mit den größten Hits, darunter Songs von Queen, den Rolling Stones, Status Quo, The Beatles, den Beach Boys, AC/DC, Dire Straits und ZZ-Top, sorgten sie für Stimmung. Es wurde getanzt und gefeiert. Die Anwesenden waren sichtlich glücklich.

„Es ist schon so, dass man sich bei der geringen Besucherzahl eine Sinnfrage stellt. Ich habe allgemein das Gefühl, dass die Stimmung in der Stadt in Sachen Kultur immer depressiver wird – ein Grund ist sicherlich auch Corona“, sagte Noack.

Die Benefizkonzerte brachten dennoch Geld für die Flutopfer. Etwa 4000 Euro kamen aus beiden Veranstaltungen zusammen. „Allerdings vor allem aufgrund von größeren Spenden. Allein durch die Konzertbesucher wäre der Erlös deutlich geringer“, betonte der Geschäftsführer.

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