So teuer war der Mittelaltermarkt 2019 in Altena

+
Rund 77.000 Euro flossen an Honoraren für Künstler, Darsteller und Musiker.

Altena –18.500 Besucher kamen an den drei Tagen im August zum Mittelaltermarkt. Nun ist klar, was er gekostet hat.

Die wichtigste Zahl zuerst: 2473,20 Euro. Diese Summe blieb am Ende übrig, der Überschuss wurde in die Rücklage gesteckt, die dadurch auf knapp 47 000 Euro anstieg. Das ist deshalb wichtig, weil es erklärtes Ziel der Veranstalter ist, dass der Mittelaltermarkt sich selbst tragen muss, also weder der Kulturring noch der Märkische Kreis Geld zuschießen.

Es braucht ein finanzielles Polster, um für weniger gute Jahre gewappnet zu sein. Insgesamt seien in diesem Jahr Einnahmen in Höhe von 160 234,30 Euro erzielt worden, teilt Kreisdirektorin Barbara Dienstel-Kümper mit. Der Löwenanteil davon – gut 125 000 Euro – stammt aus den Eintrittsgeldern von gut 18 000 Besuchern. 

Zwei Dinge ärgerten Händler

Eine ganz wichtige Rolle spielen Sponsoren wie die Sparkasse und die Stadtwerke, die über 25 000 Euro zur Verfügung stellten. Der Rest von gut 10 000 Euro stammt aus den Standgebühren. Zahlen müssen vor allem die Markthändler, die – zum Beispiel durch den Verkauf von Speisen und Getränken – ordentlich Umsatz machen. 

Im August gab es bei den Markthändlern zwei Aufreger-Themen: Die Standgebühren seien intransparent, klagten einige. Zudem durften sie nicht bei den Festen in Altena und Lüdenscheid auftreten. „Die Standgebühren werden vom Veranstalter in Zusammenarbeit mit der Agentur festgelegt“, schreibt die Kreisdirektorin. 

Künstler-Honorare: 77.000 Euro

Agenturen spielen auch bei den Ausgaben eine Rolle: Der Mittelaltermarkt kostete in diesem Jahr 157 851,10 Euro. Davon ging noch nicht einmal die Hälfte an Künstler wie die Mittelalterband Comes Vagantes oder das Gauklerduo Max und Moritz. 

Deren Honorare beziffert der Kreis auf etwas über 77 000 Euro. Weitere große Ausgaben sind die Kosten für Feuerwehr, Bauhof, Security und das DRK, die sich ihre Einsätze auf dem dreitägigen Festival mit knapp 30 000 Euro bezahlen lassen, wobei der Bauhof das einzige städtische Personal ist, das abgerechnet wird. 

Viel Ehrenamt beim Markt

Für andere, die sich von Berufswegen um den Mittelaltermarkt kümmern (wie die Mitarbeiter des Ordnungsamtes), wird keine Rechnung geschrieben. Traditionell fließt auch viel ehrenamtliches Engagement in die Organisation. So wird der Einsatz an den Eintrittskassen lediglich mit einer Freikarte honoriert. 

Viel Geld fließt hingegen an die Dahler Agentur Pfiffikus und andere Dienstleister, die sich um die Programmgestaltung kümmern. Die Ausgaben dafür betrugen 29 835,70 Euro. Die Kosten für das Marketing, rund 19 000 Euro, kommen noch hinzu.

Lesen Sie auch:

So lief der Mittelaltermarkt 2019

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren: Auf come-on.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare