Von vier auf 26 Mitglieder: Tennisabteilung gerettet

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Weibliche Unterstützung: Abteilungschef Martin Döhler freut sich, dass mittlerweile auch vier Frauen zur Tennisabteilung gehören. Weitere sind willkommen

Altena – Rettungsexperiment geglückt: Die Tennisabteilung des TV Städtisch-Rahmede ist zu neuem Leben erwacht - und will noch mehr.

Der Verein sucht nun weitere Spieler, die die Mannschaften unterstützen. Derzeit sind 26 Sportler in der Tennisabteilung aktiv. „Eine Vier sollte schon wieder vorne stehen“, nennt Martin Döhler, Leiter der Tennisabteilung, sein langfristiges Ziel. 

Drei Mannschaften möchte er wieder zum Liga-Spielbetrieb anmelden. Noch vor drei Jahren hatte die Abteilung fast gänzlich brach gelegen: Nur vier Spieler benutzten noch die Plätze am Breitenhagen, deren Unterhaltskosten nicht gerade gering sind. 

Eigentlich habe die weitere Bewirtschaftung der Sportflächen in keinem Verhältnis zur Mitgliederzahl gestanden. „Wir brauchen mindestens so viele Mitglieder, dass wir die laufenden Kosten decken können“, sagt Döhler. 

Spieler aus anderen Abteilungen auf den Tennisplatz gebracht

Guido Krenz, zweiter Vorsitzender des Hauptvereins TV Städtisch-Rahmede, war es, der 2017 nicht so schnell das sprichwörtliche Handtuch werfen und aufgeben wollte. Stattdessen startete er einen Versuch, die Tennisabteilung zu retten. 

„Seine Idee war es, aktive Spieler aus anderen Abteilungen für den Tennissport zu begeistern“, erklärt der Verein. So wurden aktive Sportler, zum Beispiel aus dem Badminton- und Tischtennis-Bereich, angesprochen, ob sie sich nicht vorstellen könnten, in der Tennisabteilung zu spielen. 

Die Saison liegt wetterbedingt hauptsächlich im Sommer – von Mai bis Oktober –, weshalb sie sich nicht mit den Saisons der beiden anderen Sportarten überschneidet, die im Herbst und im Winter stattfinden. 

Auf 26 Aktive gewachsen

Eine „Handvoll“ Leute habe man durch dieses Konzept gewinnen können, berichtet Martin Döhler. Inzwischen sind es 26 Aktive im Alter zwischen 18 und 75 Jahren, die sich der Tennisabteilung anschlossen. Darauf sei der Verein stolz. 

Der „Versuchsballon“ sei geglückt – die Tennisabteilung konnte vor dem Aus gerettet werden. Erfreulich findet Döhler auch, dass unter den aktiven Spielern inzwischen vier Frauen sind. Mindestens eine gemischte Mannschaft möchte der Abteilungsleiter für Wettkämpfe nämlich aufstellen. 

Hype um Sportart entscheidend

Was ist die Ursache für den einstigen Mitgliederschwund? Für Martin Döhler ist die Antwort auf diese Frage schnell gefunden: „Die Sportvereine leben davon, dass es einen Hype um eine Sportart gibt – nicht nur im Tennis, sondern auch im Fußball, Handball und so weiter.“ 

So kommt es auch, dass die Tennisabteilung von den Mitgliederzahlen, die sie zu Spitzenzeiten zählte, gerade noch weit entfernt ist: Mehr als 100 Männer und Frauen spielten etwa 1985 in dem Verein. 

Damals erlebte der Sport einen Hype, weil Boris Becker zum ersten Mal Wimbledon gewann. Es gibt heute also noch Ausbaupotenzial, und die Tennisabteilung des TV Städtisch-Rahmede würde gerne weitere, neue Mitglieder willkommen heißen – besonders junge Nachwuchstalente. 

Probetraining möglich

Interessierte sind eingeladen, mittwochs ab 17.30 oder freitags ab 16 Uhr auf der Anlage am Breitenhagen vorbeizuschauen. 

Was den Verein ausmacht, sind zwei Dinge, sagt Döhler. Ein familienfreundliches und harmonisches Miteinander sowie professionelles Training unter Anleitung eines Fachmannes. 

Wer sich an der Sportart erst einmal versuchen möchte, bekommt vom Verein einen Probeschläger zur Verfügung gestellt. Eine Aufnahmegebühr gibt es nicht.

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