Tendenz spricht für Erfolg

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Polizeihauptkommissar Matthias Radtke im Dialog mit einem Ehepaar. ▪

ALTENA ▪ Viele Gespräche wurden am Donnerstag am Langen Kamp geführt. Unter Marktbesuchern, das ist an jedem Donnerstag so. Was aber nicht an jedem Markttag der Fall ist, dass drei Beamte der Polizeiwache an der Marktstraße auf dem großen Platz unterwegs sind, um gezielt ein Thema anzusprechen. Von Thomas Keim

Das Jahr 2011 stand für die Polizei in der Burgstadt – neben vielen anderen Aufgaben – im Zeichen der Vorbeugung von Unfällen mit Senioren. Ingesamt 16 Veranstaltungen hatte es dazu gegeben, bei denen die Polizeibeamten über verschiedene Seniorenkreise und Gruppen Kontakt mit über 400 Personen hatten. 406, um genau zu sein. Matthias Radtke, Leiter der Wache, hat die Zahlen zusammengetragen.

Zu zwei vorerst letzten Aktionen waren die Ordnungshüter ausgeschwärmt. Einmal konzentrierte sich der Einsatz am Dienstagabend auf Fußgänger, die in der Dunkelheit unterwegs waren. Hier suchten die Beamten das Gespräch zum Thema geeignete Bekleidung. Stichwort: Reflektoren. Während hierbei mit zehn Personen aus der Zielgruppe relativ wenig Menschen angetroffen wurden, ging es gestern konkret um Autofahrer im Seniorenalter. Wie steht es um die Fahrsicherheit? Die Beamten verteilten unter anderem Broschüren des Deutschen Verkehrssicherheitsrates mit dem Titel „Fit und automobil“. Darin befindet sich ein kleiner Test zur Erkennung von Schwächen, dem sich ein Autofahrer mit Hilfe eines Beifahrers leicht selbst unterziehen kann.

Bei dem Einsatz gehe es in erster Linie um Gespräche und Beratung, unterstrichen die Beamten, weniger um eine Kontrolle.

Aktuelle Zahlen aus der Polizeistatistik sprechen unterdessen dafür, dass die Vor-Ort-Maßnahmen erste Früchte tragen: So gab es im Jahr 2010 in Altena 97 Unfälle mit Seniorenbeteiligung. Bis Ende September gab es in diesem Jahr es nur 61 dieser Unfälle. Im Jahr 2010 wurden 15 Senioren bei Verkehrsunfällen verletzt, im diesem Jahr waren es bisher nur zwei.

Zwar sei es noch zu früh, auf das ganze Jahr zu schließen, sagte Matthias Radtke. Aber die Tendenz weise in die richtige Richtung.

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