Ausschreibung für Arbeiten noch in diesem Monat

Schnelleres Internet in Dahle: Telekom steigt aus

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Die Landstraße 698, hier die Ortsdurchfahrt Dahle. Nachdem es noch einmal zu Verzögerungen gekommen ist, soll die Ausschreibung der Arbeiten zum Ende des Monats veröffentlicht werden.

Altena - Seit langem warten die Einwohner Dahles auf den Beginn der Arbeiten zum Neuaufbau der Landstraße 698 in der Ortsdurchfahrt – und auf schnellere Internetverbindungen.

Die Beauftragung der Planungsarbeiten, für die Ortsdurchfahrt Dahle – aber auch für einen Abschnitt der Westiger Straße – war bekanntlich durch die Stadt Altena übernommen worden, weil beim Landesbetrieb Straßen.NRW in Hagen dafür Kapazitäten gefehlt hatten.

Was Dahle anbelangt, ist der Stand der Vorbereitungen auch durchaus weit gediehen. Seit Mitte Dezember liegen die Planungsunterlagen für den reinen Straßenbau vor. „Es hakte aber bei den Versorgungsträgern“, berichtet Stadtplaner Roland Balkenhol. Mit ihren Planungen für ihren Teil der Arbeiten seien diese in Verzug geraten. Die öffentliche Ausschreibung für die Dahler Arbeiten soll aber nun noch bis zum Ende des Monats herausgehen.

Aber: Es kam unerwartet eine wohl schlechte Nachricht dazu: Die Telekom, so wurde der Stadtverwaltung in einem dünnen Zweizeiler mitgeteilt, werde sich nicht mehr an gemeinsamen Ausschreibungen beteiligen. Man müsse sich an ein anderes Vergaberecht halten, lautete die Begründung. „Davon habe ich noch nie gehört“, schüttelt Roland Balkenhol den Kopf. Bisher war es – zum Beispiel am Kohlhagener Weg – bei Erneuerungsvorhaben mit einer konzertierten Aktion und unter Beteiligung aller Versorgungsträger gelungen, die notwendigen Neubauarbeiten entsprechend zu optimieren und auch für Anwohner günstiger zu gestalten. Mit den Stadtwerken und Enervie werde aber auf jeden Fall weiterhin der Schulterschluss gesucht, so der Stadtplaner.

Wie sich das Ausscheren des Telekommunikationsriesen letztlich auswirken wird, sei zum jetzigen Zeitpunkt kaum zu sagen, berichtet Roland Balkenhol. Regional werde dort nichts mehr vergeben, sondern nur noch von Nürnberg aus – und dann europaweit. „Es gibt keine überschaubaren örtlichen Lose mehr“. Dass es keine gemeinsamen Ausschreibungen mehr geben werde, sei auf jeden Fall sehr bedauerlich. Die Telekom werde nur noch „auf eigene Kappe“ handeln. „Das macht uns überhaupt keinen Spaß.“

Während also für die Ortsdurchfahrt Dahle die Zeichen weitgehend auf Grün stehen, dürfte für die Westiger Straße noch einige Zeit vergehen. „Dort gibt es einfach mehr Abstimmungsbedarf“, sagt Roland Balkenhol. Es gebe dort eine höhere Konzentration an Firmen (unter anderem Nedschroef und Finkernagel), aber eben auch eine deutlich höhere Verkehrsbelastung. „Das Problem dort ist also die Organisation der Baustelle.“ In Dahle gehe es dagegen in größerem Maße darum sicherzustellen, dass Anliegerzufahrtsmöglichkeiten erhalten bleiben. Für den Pkw-Verkehr könnten auf jeden Fall Umgehungswege gefunden werden.

Fehlt das Thema Breitbandausbau: Es wird behandelt am Mittwoch, 31. Januar am Ausschuss für Stadtentwicklung. Dann wird auch ein Vertreter der Telekom erwartet.

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