Telekom rüstet Rathaus auf: Leitungen zu lahm

Winterdienst wird für Bürger in Altena teurer

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Im Winterdienst werden die Gebühren angehoben.

Altena - Glasfaser gegen lahme Rathaus-Leitungen, Mehrkosten für den Winterdienst, teurere Europawahl. Von Altenas Kämmerer gab es aber auch Positives.

Wie nötig es ist, dass die Deutsche Telekom im Rathaus neue Datenkabel (Kosten 16.000 Euro) installiert, davon konnten sich am Montag, 26. November,  die Mitglieder des Hauptausschusses in der 14. Sitzung der Legislaturperiode selbst überzeugen.

Mehrfach mussten die Abteilungsleiter Tanja Jäker, Stefan Kemper oder Frank Walther damit leben, dass ihre Ausführungen zum Haushalt 2019 nicht, wie geplant, für alle sichtbar an die Wand projiziert wurden. „Wir haben erneut ein massives Serverproblem“, kommentierte das Tanja Jäker.

Das soll sich ab dem 6. Dezember ändern. Dann nämlich wird Glasfaser ins Rathaus einziehen. Irgendwie geriet die Sitzung ein wenig in eine Art „Klein-Klein“, auch wenn die drei Protagonisten es allesamt exzellent verstanden, den durch sie zu verantwortenden Haushalt ihres Fachbereiches in vielen Details absolut nachvollziehbar zu erläutern und zu erklären.

Zahlenwerk gut erläutert

Über allen Zahlen, Daten und Fakten schwebte einmal mehr das Diktat des Rotstiftes. Kämmerer Stefan Kemper lieferte noch vor Sitzungsbeginn überarbeitete Sitzungsvorlagen zum Zahlenwerk 2019 und konnte in Aussicht stellen, nicht nur etwa 400.000 Euro Plus in 2019 zu erwirtschaften, sondern dank an die Kommune weitergegebener Landes- und Bundeszuschüsse sogar vielleicht annäherend 500.000 Euro.

Einmal mehr profitiert Altena 2019 weiter von den tief stehenden Zinsen. Sie helfen, die Stadt spürbar zu entschulden.

Verwaltung droht Überalterung

Durchschnittlich 52 Jahre alt sind die derzeit 125 Beschäftigten der Stadt. In dieser statistischen Zahl enthalten sind auch die Eigenbetriebe. Spätestens 2026 könnte es durch Verrentungen dann personalmäßig eng werden. Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein kündigte an, in Kürze neue Ideen in diese Richtung vorzulegen und schlug vor, auch wieder junge Menschen in der Verwaltung auszubilden.

Teuer wird die Stadt die kommende Europawahl im Mai 2019. Allein das Briefporto für die Wahlberechtigten wird sich dann auf mehr als 15.000 Euro belaufen, weil nur noch per regulärem Brief mit entsprechendem Porto zugestellt werden darf. Info-Briefe sind nicht mehr zugelassen.

Europawahl wird teuer

Um zehn Prozent verteuert sich ab Januar 2019 der Bürgeranteil an den Sommerdienstgebühren für die Straßenreinigung gegenüber dem Vorjahr. Wegen der milden Winter 2014 bis 2016 gab es Gebührensenkungen im Winterdienst. Ab Januar 2019 gibt es eine Rückkehr auf das Niveau des Jahres 2017.

Ein Zahlenbeispiel: Gebühren werden pro laufendem Meter Straße erhoben. Das bedeutet für ein 25 Meter breites Grundstück künftig 44 Euro statt wie bisher 14,25 Euro. Der Rat muss noch zustimmen.

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