Hochwasser in Altena

Teenager (15) rettet Feuerwehrmann aus Fluten: „Bin kein Held“

Hunderttausende schauten sich das Video an, wie ein 15-Jähriger einen Feuerwehrmann in Altena aus den Fluten rettet.
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Hunderttausende schauten sich das Video an, wie ein 15-Jähriger einen Feuerwehrmann in Altena aus den Fluten rettet.

Anwohner retteten einen Feuerwehrmann - den Sohn des verunglückten Retters - in Altena beim Hochwasser aus den Fluten. Darunter ein 15-Jähriger, der nun sagt: „Nein, ich bin kein Held.“

Altena – In den sozialen Medien verbreitete sich das Video einer Rettungsaktion in der Nette bei dem verheerenden Hochwasser wie ein Lauffeuer. Zigtausende schauten sich bislang an, wie mehrere Menschen einen Feuerwehrmann retten, der von den Fluten mitgerissen wird.

Nach Informationen von come-on.de handelt es sich bei dem jungen Retter um den Sohn des Feuerwehrmannes (46), der beim Einsatz in der Nette von den Fluten mitgerissen, unter einem Auto eingeklemmt wurde und ertrank. Der Sohn wollte seinem Vater helfen und wurde dabei selbst von den Wassermassen erfasst.

Einer der Retter war Bartek Zarebski (15). „Wir sahen, wie der Feuerwehrmann von der Strömung weggetrieben wurde“, sagt er in einem RTL-Interview. „Mein Kumpel versuchte, ihn erst auf der einen Seite rauszuholen, hat es aber nicht geschafft, dann bin ich schnell auf die andere Seite und dann haben wir ihn einfach rausgezogen.“

Feuerwehrmann „nur Kraft getankt und wieder zu seinem Kollegen“

Der Feuerwehrmann wollte laut Zarebski seinen Kollegen retten. Dann sei der Mann selber von den Wassermassen mitgerissen worden. „Als wir den Feuerwehrmann dann rausgeholt haben, konnte er gar nicht reden. Er hat nur kurz Kraft getankt und ist wieder zu seinem Kollegen hin“, erzählt der Teenager im Interview.

Bartek Zarebski antwortet auf die Frage, ob er sich als Held fühle, ganz bescheiden: „Nein, ich bin kein Held. Das muss einfach jeder machen, wenn so etwas passiert – immer. Meine Freunde hätten das auch gemacht.“ Hier geht‘s zum Video.

Retter und Geretteter: Umarmt und geweint

Der gerettete Feuerwehrmann habe sich persönlich bei ihm bedankt, sagt der 15-Jährige im Interview: „Wir haben uns umarmt, er hat mir die Hand gegeben, er hat geweint auch wegen seinem verstorbenen Kollegen. Das war sehr traurig.“ Bartek Zarebski sagt, er würde immer wieder so handeln und sei froh, dass zumindest einer der Feuerwehrmänner überlebt habe. Groß ist die Trauer auch in Werdohl. Ein Mitglied der Wehr ertrank ebenfalls beim Hochwasser-Einsatz.

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