Taxis und Corona

24-Stunden-Regel ist derzeit ausgesetzt

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Ausnahmebedingungen gelten derzeit für Taxifahrer.

Altena – Das Coronavirus schlägt auch auf den kleinteiligen Bereich des öffentlichen Personennahverkehrs durch: das Taxigewerbe. Diese Erfahrung machte am Sonntag gegen Mitternacht Detlef Rudewig. Er befand sich am Tiergarten und wollte für fünf Personen einen Wagen bestellen, der zum Linscheider Bach fahren sollte.

Rudewig telefonierte alle drei Taxibetriebe der Burgstadt ab – Fehlanzeige. Der Altenaer wunderte sich: Müssen Taxiunternehmen nicht 24 Stunden erreichbar sein? „Wir haben 17 000 Einwohner, da müsste doch zumindest ein Betrieb erreichbar sein.“ Das müsste unter normalen Umständen tatsächlich so sein. Aber Corona hat auch diesen Bereich des Lebens verändert und eingeschränkt. Genehmigungsbehörde für die Taxikonzessionen ist der Märkische Kreis. Grundsätzlich, so Kreis-Pressesprecher Hendrik Klein, gelte für Taxiunternehmen eine 24-stündige Betriebspflicht. Wegen der Corona-Schutzverordnung sei diese aber derzeit auf die Zeit zwischen 7 und 19 Uhr beschränkt. Diese Befreiung gilt zunächst bis zum 31. August. Grundsätzlich, so Klein, sei die Einschränkung der Präsenzzeit auch verständlich: „Es gibt ja keine großen Veranstaltungen, Feiern oder Schützenfeste.“ Grundsätzlich gilt: Taxis sind Teil des öffentlichen Personennahverkehrs und unterliegen dem Personenbeförderungsgesetz. Darüber hinaus gelten jedoch Taxiordnungen, die sich von Stadt zu Stadt oder von Kreis zu Kreis unterscheiden können. Es gibt eine Beförderungspflicht. Ist ein Kunde allerdings angetrunken oder aggressiv, darf der Fahrer sich weigern, ihn zu befördern.

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