Taucher entnehmen Bodenproben aus der Fuelbecke

Gregor Mazur (vorne) überprüft die Funktionen und die Sicherheit des Trockentauchanzuges von Andreas Polster. -  Foto: Berndt

Altena - In 20 Metern Wassertiefe herrscht in der Fuelbecke absolute Dunkelheit. „Ich seh hier gar nichts“, meldet sich Andreas Polster über das Funkgerät. Sein Auftrag als Taucher ist es, aus der Sohle direkt vor der Staumauer Bodenproben zu nehmen. Doch die Sicht ist schlecht, aufgewirbelte Blätter und Schlick begrenzen die Sichtweite trotz Helmscheinwerfer auf Armeslänge.

Von oben dirigiert Michael Gerlach den Taucher zu den Orten, an denen er die Bodenproben nehmen soll. Gemeinsam mit Gregor Mazur, der dem Taucher an der Wasserkante hilft, bilden die beiden ein Tauchteam.

„Wir arbeiten immer mindestens zu dritt“, erklärt Gerlach. Ein Mann assistiere dem Taucher, der andere koordiniere den Einsatz. Im Notfall kann so auch einer der Männer dem Taucher mit einem zweiten Anzug zur Hilfe eilen. Das Expertenteam der Taucher Heros ist extra für den Einsatz an der Fuelbecke aus Hamburg angereist.

„Die Taucher liefern uns wertvolle Bodenproben“, erklärt Ralf Berlet, Technischer Leiter für Gas und Wasser bei den Altenaer Stadtwerken. Am heutigen Mittwoch ist ein weiterer Tauchgang geplant. Die genommenen Proben gehen dann direkt ins Labor, so Berlet. Angesichts der kurzen Arbeitswoche rechnet er aber nicht mit einem Ergebnis vor kommenden Montag.

Für das ersatzweise aus der Übergabestation „Opperhusen“ bezogene Trinkwasser veröffentlichen die Stadtwerke folgende Zahlen: pH-Wert: 7,63, Gesamthärte: 11,6 ˚dH, 2,07 mmol/l. Der pH-Wert weicht gegenüber der Talsperre (7,8) nur geringfügig ab. Die Härte des bezogenen Wassers liegt mit 11,6 ˚dH im Härtebereich „Mittel“.

Von Sebastian Berndt

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