Interesse an Flexibilität

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Auch bei VDM am Linscheid ging die Belegschaft in den Ausstand.

Altena - Nach der Einigung in der baden-württembergischen Metallindustrie bleibt zunächst offen, in welchem Umfang die dortige Einigung auch für die Unternehmen in Nordrhein-Westfalen und damit im Märkischen Kreis Auswirkungen hat.

Grundsätzlich, das unterstrichen aber unisono Horst Werner Maier-Hunke als Vorsitzender des Märkischen Arbeitgeberverbandes und Diplom-Wirtschaftsingenieur Fabian Schmidt vom Drahtwerk Lüling, sei der Mittelstand schon von sich aus an flexiblen Regelungen hinsichtlich der Arbeitszeiten interessiert, etwa um Kinderbetreuung oder Pflege von Angehörigen zu ermöglichen.

Der neue Tarifvertrag sieht vor, dass Mitarbeiter ihre Arbeitszeit befristet auf bis zu 28 Stunden reduzieren lassen können. Schmidt: „Wir suchen aus eigenem Interesse nach Lösungen, damit sich ein Mitarbeiter flexibel entwickeln kann.“

Schmidt macht in diesem Zusammenhang auf einen Wermutstropfen des Vertrages aufmerksam. Er treibe die Lohnkosten doch ein Stück weit in die Höhe. Die Lohnsteigerungen in der Branche hätten sich zwischen 2009 und 2017 immerhin auf rund 20,8 Prozent summiert – die Lebenshaltungskosten stiegen dagegen in diesem Zeitraum lediglich um 10,03 Prozent.

Bei einer „anhaltend guten Auftragslage“ hat Kai Uwe Finkernagel vom gleichnamigen Drahtwerk in der Nette mit einem Tarifabschluss etwa in dieser Höhe gerechnet. Die Lohnerhöhung belaufe sich im laufenden und kommenden Jahr auf im Schnitt 3,5 Prozent - gefordert waren sechs.

Die Lohnkostenerhöhung werde man nicht auf die Preise aufschlagen können. „Es ist also eine Erhöhung der Produktivität erforderlich.“ Grundsätzlich positiv sei die lange Laufzeit des Vertrages.

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