Talent auf leisen Sohlen

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ALTENA ▪ Es ist die erste große Ausstellung von Anne Karen Hentschel. Aber Lutz Bernsau, der die Schau Donnerstagabend in der Stadtgalerie Köster-Emden eröffnete, lobte die Arbeiten der Stipendiatin der Werkstatt Altena gleich in seinem ersten Satz: „Da kommt auf leisen Sohlen ein Talent auf uns zu, von dem wir noch viel hören werden.“

Der Laudator hatte sich erst am Nachmittag „allein und voller Konzentration“ auf die Skulpturen aus Bronze, Aluminium, Acryl oder Epoxidharz eingelassen und sprach Hentschel vor gut besetztem Besucherkreis ein Riesenkompliment aus.

In einer Art Zwiegespräch mit der jungen Frau stellte er seine Gedanken zu den Werken vor und ließ Anne Karen Hentschel immer wieder selbst zu Wort kommen. Bernsau attestierte „extreme Arbeitssicherheit“, befand, dass die Titel der Arbeiten wie Taucher, Tauchkasten, Im Raum oder Fliegende „absolut untergeordnet sind“, denn, so sagte der Designer: „Das Bekenntnis zur Figur ist für mich die wichtigste Aussage.“ Er gehe fest davon aus, dass die Exponate „in zehn Jahren anders aussehen werden“ und lobte noch einmal: „Beim Arbeiten wurde kein Wert auf die Anatomie eines Körpers gelegt, das ist Handwerk. Das wesentlich Wichtigere ist doch, die Figur überzeugt im Raum.“ Bernsau: „Ich denke, die Künstlerin hat so viel offen gelassen, dass sich jeder wiederfindet. Sie spielt mit Zwischenbereichen und lädt zum Dialog ein.“ Ausdrücklich dankte er den Lichttechnikern und auch den Schreinern. „Super ausgeleuchtet, super präsentiert.“ ▪ job

Meerteilig von Anne Karen Hentschel, Stadtgalerie Altena

vom 25.11. bis 23.12.2010

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