„Tag des Wanderns“: Ein Blick auf örtliche SGV-Gruppen

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Anders als der erst im vergangenen Jahr etablierte „Tag des Wanderns“ hat das Kohlbergtreffen des SGV eine lange Geschichte und ist bei den örtlichen Abteilungen sehr beliebt.

Altena - Zum zweiten „Tag des Wanderns“ am 14. Mai wird es wohl keine örtlichen Veranstaltungen geben – das ergab eine Nachfrage bei den hiesigen SGV-Abteilungen Altena, Dahle, Evingsen und Rahmede.

Die SGV-weite Veranstaltung ist aber auch noch recht jung; sie wurde 2016 zum ersten Mal ausgerufen. Die örtlichen Veranstaltungskalender und Wanderpläne sind unterdessen gut gefüllt. 

Und wie ist die Stimmung und Entwicklung in den einzelnen Abteilungen: „Erfreulich“, meint Thomas Braun, Vorsitzender in Altena. Die Mitgliederzahl ist zuletzt auf 108 leicht angestiegen. 

Altersstruktur bereitet Probleme

Allerdings, und das zeigt sich auch bei anderen Abteilungen, bereitet die Altersstruktur gewisse Probleme. „Die Senioren haben den größten Zuwachs“, berichtet Braun. Junge Leute anzusprechen sei dagegen schwierig. Braun: „Es fehlt uns dazu auch die Manpower.“ 

Ähnlich ist es in Dahle. Die dortige Abteilung steht mit 120 Mitgliedern auf dem Papier stark da. „Der Altersdurchschnitt liegt aber bei über 70 Jahren“, berichtet Vorsitzender Udo Lahrmann, der mit 65 Jahren „zu den Jüngeren“ zählt. „Es wird viel gewandert“, weiß der 2. Vorsitzende der Evingser Abteilung, Wolfgang Fink. 

Niemand will Verantwortung übernehmen

Aber innerhalb von Vereinsstrukturen sei es oftmals schwierig geworden, jemanden zu finden, der Verantwortung übernehmen möchte. 62 Mitglieder hat die Abteilung jetzt, es gab in den vergangenen Monaten fünf Neuaufnahmen. Auf „gut 100 Mitglieder“ bringt es der SGV Rahmede – „noch“, ergänzt Vorsitzende Marie Luise Ehlhaus. 

Auch in ihrer Abteilung gebe es Probleme mit der Altersstruktur. SGV-Präsident Dr. Andreas Hollstein lenkt unterdessen den Blick auch auf den Hauptverein – dessen Zahlen können sich sehen lassen. 35.000 Mitglieder – „die Entwicklung ist positiv“ – in 242 Abteilungen vom Niederrhein bis ins Münsterland machten den SGV zum drittgrößten Wanderverband in Deutschland, zeigt Hollstein auf. 

„Die Zielgruppe ist 40 plus“

Der SGV sei auch der drittgrößte Verband für Naturflächen in NRW. „Die Zielgruppe ist 40 plus“ – das müsse man erkennen. „Aber wir freuen uns natürlich über jeden Jugendlichen, der kommt.“ Auch zur Altersstruktur hat der SGV-Präsident Zahlen zur Hand. 

Es gebe Jahr für Jahr 1500 Neuaufnahmen. „Das heißt, wir runderneuern uns innerhalb von zehn Jahren zur Häfte.“ Das sei ein ansehnliches Potential.

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