Tacke will Kinder für die Natur begeistern

Bernd Rödiger (l.), zweiter Vorsitzender des SGV Altena, sucht mit Karl-Heinz Tacke Sponsoren für einen Naturlehrpfad.

ALTENA ▪ Karl-Heinz Tacke möchte in Zusammenarbeit mit dem SGV Altena einen Naturlehrpfad oberhalb der Burg einrichten. Bürgermeister Dr. Andreas Hollstein habe bereits seine Zustimmung signalisiert, berichtete Karl-Heinz Tacke im Gespräch mit unserer Zeitung.

Der Bürgermeister habe aus bekannten Gründen zwar ein finanzielles Engagement der Stadt ausgeschlossen, materielle Hilfe – etwa durch den Bauhof – aber nicht ausgeschlossen. Inhaltlich habe sich das Stadtoberhaupt lediglich skeptisch gegenüber der Ausweitung der Info-Tafeln auf historische Themen gezeigt: So etwas sei offenbar für den neuen Burgaufzug und seine Zugänge reserviert, vermutet Karl-Heinz Tacke. Er und mit ihm der SGV können sich allerdings mit der Beschränkung auf einen reinen „Naturlehrpfad“ anfreunden.

Der Pfad soll an der Burg Altena beginnen und über den Richard Schirrmann Weg auf einen Rundweg um den Klusenberg führen. Das Gelände befindet sich vollständig im Besitz der Stadt Altena. Info-Tafeln im Format 70 mal 100 Zentimeter werden Kindern und Erwachsenen die heimische Tier- und Pflanzenwelt näherbringen. An einem Punkt sollen die insgesamt etwa 20 Tafeln stärker verdichtet werden – für ein „grünes Klassenzimmer“, in dem Karl-Heinz Tacke den Kindern sein Anliegen einer größeren Naturverbundenheit vermitteln möchte. „Das Wichtigste ist für mich, die Kinder für die Natur zu begeistern.“

40 Schulklassen mit etwa 1000 Schülern führte der Landwirt aus Nachrodt-Wiblingwerde im vergangenen Jahr über den Waldlehrpfad in Wiblingwerde. Denn dort steht das Vorbild für den geplanten Pfad, das ebenfalls von Karl-Heinz Tacke initiiert wurde. Kinder bauten dort Nistkästen für die Vögel. Inzwischen sind sie weitgehend bewohnt. In Tackes Scheune stehen nun bereits die hölzernen Bauteile für weitere Nistkästen, die Altenaer Schüler montieren sollen, damit auch auf dem Burgberg brütenden Vögeln viele kleine Heime errichtet werden können.

Beginnen wollen die Unterstützer des SGV im Laufe des Sommers mit dem Projekt, das für zukünftige Erweiterungen offen bleiben soll. Das einzige Problem sind derzeit die Finanzen: Karl-Heinz Tacke rechnet mit Kosten in Höhe von etwa 12000 Euro, die unter anderem für die etwa 20 dauerhaft installierten Infotafeln und deren robuste Haltbarkeit zu investieren wären. Zusammen mit dem SGV setzt er deshalb auf Gelder von Sponsoren, die bereit sind, sich für den Naturlehrpfad auch finanziell zu engagieren.

Über Spenden freut sich das Konto des SGV Altena, Konto-Nummer 80005 bei „Vereinigte Sparkasse im Märkischen Kreis“, Bankleitzahl 45851020, Verwendungszweck „Waldlehrpfad“. ▪ Von Thomas Krumm

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