Einführung nach den Sommerferien geplant

Tablet-Klasse: Sekundarschüler dürfen hoffen 

Schulkinder arbeiten mit Tablets im Unterricht.
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Tablets im Unterricht: Ganze Klassen dauerhaft damit ausstatten will die Sekundarschule.

Schüler und Lehrer der Sekundarschule in Altena und Nachrodt dürfen hoffen: Es könnte zum neuen Schuljahr losgehen mit der ersten Tablet-Klasse. Wünschen würde sich die Schule deutlich mehr.

Nachrodt-Wiblingwerde/Altena – „Man muss nicht immer auf die perfekte Lösung warten, manchmal ist es auch gut, einfach anzufangen“, sagt Kämmerin Gabriele Balzukat und ist frohen Mutes, dass nach den Sommerferien Tablet-Klassen an der Sekundarschule eingeführt werden können. Eine oder gar zwei. Der Arbeitskreis Sekundarschule, der aus Vertretern der Nachrodt-Wiblingwerder und Altenaer Politik, der Verwaltung und der Schule besteht, hat zweimal getagt, um das Thema Digitalisierung und Einführung einer Tablet-Klasse zu beraten.

Es war der heiß ersehnte Wunsch der Schule, mit allen Fünftklässlern in das neue Zeitalter starten zu können. Jetzt stehen für die Sitzung des Rates der Gemeinde am Montag, 17. Mai, (17 Uhr Lennehalle) mehrere Optionen zur Diskussion. Zeitgleich tagt der Hauptausschuss in Altena (17 Uhr Burg Holtzbrinck), um die Weichen zu stellen. Man strebt einen gemeinsamen Beschluss an, denn die Sekundarschule besitzt zwei Standorte: am Holensiepen und in der Nette. Schulträger ist die Stadt Altena.

Tablets leihweise für alle Fünftklässler

Da alle anderen Möglichkeiten nicht zeitnah umzusetzen sind, schlägt die Verwaltung vor, alle Fünftklässler zunächst mit den Leihgeräten aus dem Sofortausstattungsprogramm auszustatten. Diese Tablets sind da. Sie wurden vom Land NRW bereitgestellt, damit Kinder am Distanzunterricht teilnehmen können. Im Rahmen dieses Sofortprogramms sind Microsoft Surface Go2-Geräte angeschafft worden – eben jene Geräte, die die Schule künftig einsetzen möchte.

Unter der Voraussetzung, dass die Pandemie nach den Sommerferien beendet ist, könnten die bereits jetzt genutzten Geräte leihweise allen Fünftklässlern zur Verfügung gestellt werden. Unabhängig davon sollen direkt nach den Sommerferien die Beratungen mit einem gemeinsamen Schulausschuss Altena/Nachrodt aufgenommen werden, um die zukünftige Ausgestaltung abzustimmen.

Corona entscheidet über Verfahren

„Dreh- und Angelpunkt ist die Pandemie. Niemand weiß, wie sie sich entwickeln wird. Im Moment sind die Geräte nur für die Kinder im Distanzunterricht gedacht, die selbst keine Ausstattung besitzen. Wir gehen aber davon aus, dass die Tablets dem Schulträger für die Nutzung als Leihgeräte überlassen werden“, sagt Gabriele Balzukat. So gebe es die Möglichkeit, alle 53 angemeldeten Kinder der fünften Klassen auszustatten.

Anders wäre es beim Plan B: Es gäbe die Möglichkeit, die Anschaffung der mobilen Endgeräte über die Eltern in Eigenregie oder über die Gesellschaft für digitale Bildung laufen zu lassen. Die Gesellschaft für digitale Bildung bietet den Eltern der Sekundarschule ein Paket mit Tablet, Versicherung und Kundenservice für 804 Euro (oder Ratenzahlung) an. 24 Eltern haben sich bereit erklärt, ein entsprechendes Gerät anzuschaffen oder eine Finanzierung über die Gesellschaft für digitale Bildung in Anspruch zu nehmen. So könnte man eine Tablet-Klasse einrichten und die andere Klasse herkömmlich unterrichten.

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