SV Altena plant drei große Projekte

Tennisschläger mit Tennisball
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Aus einem Tennisplatz soll ein Multifunktinsplatz in Altena werden.

Drei Projekte plant der SV Altena, um die Sportstätten auf Vordermann zu bringen oder umzubauen. Ein Vorhaben stockt ein wenig.

Altena – Der Übungs- und Trainingsbetrieb beim Sportverein Altena ruht seit Ende Oktober. Der Lockdown zwang die Verantwortlichen des großen Altenaer Breitensportvereins, die Vielzahl an Angeboten herunterzufahren. In einem Interview hatte das Leitungsteam um Jan Waschke, Henning Marquardt und Jan Zanger von Herkules-Aufgaben gesprochen.

„Wir vom Vorstand hatten so viele Pläne: Ein Stiftungsfest für unseren neuen Verein sollte im Frühjahr stattfinden, eine Vorplanung gab es schon. Unser traditionelles Himmelfahrtsfamilien- und Kinderfest auf dem Adolf-Hahn-Platz musste zum ersten Mal ausfallen. Wettkämpfe der Leichtathleten, Fußballer und der Bogenschützen fanden nicht statt, ebenso wenig das Allerheiligen-Volleyballturnier.

Fusion kostet Mitglieder

Die Umgestaltung des dritten Tennisplatzes am Pragpaul zu einem Multifunktionsplatz, der für alle Gruppen nutzbar sein soll, zieht sich in die Länge, obwohl wir die Gelder für diesen Umbau über das LSB-Programm Moderne Sportstätten 2022 schon zugesichert bekommen haben.

Wir hoffen, dass wir im Frühjahr mit der Maßnahme beginnen können. Workshops und auch die Jahresmitgliederversammlung, die ursprünglich auf das erste Quartal 2020 terminiert war, mussten verschoben und letztendlich ganz abgesagt werden“, heißt es in einem Jahresbericht des Vorstands an die Mitglieder, der auch über die Mitgliederentwicklung informiert.

Im Jahr 2019, in dem die Verschmelzung der Altvereine TSV und MTV vollzogen worden war, flatterten den Funktionären 64 Kündigungen auf den Schreibtisch, parallel konnten allerdings 50 neue Mitglieder geworben werden. „Aus unserer Sicht ein durchaus passables Ergebnis für das erste Jahr des neuen Vereins.

Minus bei Mitgliederzahlen

Wir hatten mit einem deutlich stärkeren Rückgang kalkuliert“, schreibt das Leitungsteam. Trotz der Corona-Pandemie seien auch 2020 neue Mitglieder gewonnen worden. „23 Personen haben sich für das Angebot des SV Altena entschieden. Insgesamt werden wir das Jahr 2020 jedoch mit einem Mitgliederverlust beenden.“

Nach dem Beitragseinzug Anfang November 2020 habe es etwa 50 Rücklastschriften gegeben, die „größtenteils mangels Deckung oder wegen Kontolöschung zurückgebucht“ worden seien. „Diese Mitglieder schreiben wir konsequent an und bitten um Nachüberweisung. Erfahrungsgemäß antwortet leider ein Großteil der Betroffenen gar nicht auf unser Schreiben oder aber die Antwort ist mit einer Kündigung versehen.

50 Kündigungen „im üblichen Rahmen“

Daher erwarten wir hieraus nochmals einige Kündigungen. Hinzu kommen die im Laufe des Jahres 2020 eingegangenen Kündigungen, die sich jedoch mit etwa 50 (Stand 1. Dezember 2020) im üblichen Rahmen bewegen“, heißt es.

Ein weiterer Punkt ist der Kassenbericht für das Jahr 2019. Abgeschlossen wurde das Jahr 2019 mit einem Verlust von rund 12 000 Euro. Hauptkostentreiber seien der Sportbetrieb (Übungsleitergehälter, Sportstättennutzungsgebühren) sowie die Verwaltungs- und Finanzierungskosten für die Vereinsimmobilien gewesen.

Hohe Kosten für Fusion

Außerdem seien für die 2019 vollzogene Verschmelzung der Altvereine TSV und MTV Kosten in Höhe von etwa 10 000 Euro angefallen. Darin seien Notar-, Gutachter- und Anmeldegebühren sowie die Kosten für die Verschmelzungssitzung und diverse Marketingpositionen enthalten, heißt es. Auf der Einnahmeseite stelle der Bereich Mitgliedsbeiträge und Sportbetrieb, in dem neben den jährlichen Beitragszahlungen auch Kursgebühren und die Einnahmen aus dem Herzsport integriert sind, die größte Position dar.

Ausführlich geht das Leitungsteam des SV Altena auf das NRW-Förderprogramm „Moderne Sportstätten“ ein, bei dem Sportvereine Zuschüsse für die Sanierung und Modernisierung ihrer Sportstätte beantragen können, wenn der Verein Eigentümer der Anlage ist. Folgende Projekte hat der SV Altena eingereicht:

Multifunkiton statt nur Tennis

„Die Umgestaltung des Tennisplatzes bietet uns die einmalige Möglichkeit, die Attraktivität der Vereinsimmobilien weiter zu erhöhen und das Sportangebot deutlich aufzuwerten.

Neben Ballsportarten wie Fußball, Basketball, Hockey, Volleyball bietet der Platz in den Sommermonaten auch die Möglichkeit Aerobic, Yoga und weitere Individualsportarten auszuführen. Die Kosten für diese Maßnahme haben wir mit zirka 84 500 Euro beziffert. Der Stadtsportverband hat dem Projekt einen hohen Stellenwert zugemessen und eine Förderquote von 85 Prozent ermittelt“, informiert der SV Altena die Mitglieder.

Neue Laufbahn am Adolf-Hahn-Platz

Eine Erneuerung der Laufbahn sei dringend notwendig, die Kosten sind auf 11 900 Euro beziffert worden. Der Stadtsportverband habe eine mittlere Förderungswürdigkeit bescheinigt und eine 75-prozentige Unterstützung vorgeschlagen.

Fangschutzzaun für Bogenschützen

Um die Trainingsbedingungen der Bogenschützen zu verbessern und möglichst auf Wettkampfentfernungen trainieren zu können, muss die Trainingsstätte hohe Schutzbestimmungen aufweisen. Die Errichtung eines Fangschutzzaunes sei daher dringend notwendig.

„Die Kosten haben wir auf 9520 Euro beziffert und erhalten eine Förderquote in Höhe von 90 Prozent“, teilt der SV Altena mit. „Derzeit liegen die Projekte zur Prüfung beim Landessportbund. Es gilt nun, die Kostenschätzungen mit konkreten Kostenvoranschlägen zu untermauern. Hier stehen wir mit verschiedenen Anbietern in Kontakt. Die finale Genehmigung der Projekte erwarten wir im Laufe des ersten Quartals 2021.“

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