Superlange Ferien und „viel zu schleppen“

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Maja, Max, Liv und Martina mit einer Pappfigur des Weihnachtsmannes. ▪

ALTENA ▪ Der Weihnachtsmann ist den Mädchen und Jungen vom Kindergarten am Hegenscheider Weg gut bekannt; sie wissen so einiges über sein Leben: Er hat lange Ferien, und die fangen gleich nach Weihnachten an und dauern bis zum nächsten Fest, er hat aber auch ordentlich zu schleppen. Von Thomas Keim

Und er spricht schwedisch. Im Gespräch mit dem AK verraten Maja (4), Max (4), Liv (4) und Martina (5), wie sie sich den Alltag des Mannes mit dem Rauschebart so vorstellen. Dabei mag viel Phantasie im Spiel sein und auch Hörensagen, aber in einem Punkt gibt es bei Liv kein Wenn und Aber: Der Weihnachtsmann wohnt in Schweden. „Ich weiß das genau“, unterstreicht Liv, „weil ich nämlich schon mal da war!“ Dabei hat sie das Haus des Weihnachtsmannes gesehen. Nein, eine Hütte ist das nicht, korrigiert die Vierjährige. „Das ist ein Haus aus Stein.“ Und natürlich benutzt der gute Mann die Landessprache, was zwar für viele Kinder ein Verständigungsproblem nach sich ziehen würde, nicht aber für Liv: „Ich kann doch ein bisschen Schwedisch!“

Wenn es also sprachlich bisweilen hakelig werden könnte für die Kinder in anderen Ländern, dann ist doch zumindest das Aufgabenprofil des Weihnachtsmannes klar umrissen: „Er bringt den Kindern die Geschenke und legt sie unter den Weihnachtsbaum“, beschreibt Maja seine Pflichtaufgaben. Und wenn Weihnachten vorbei ist? „Dann macht er Ferien. Aber in Urlaub fährt er nicht.“

Die Kinder aus St. Thomas Morus wissen, dass der Weihnachtsmann etwas hat, was ein Fitnesstrainer als Figurproblem beschreiben könnten. „Er ist ziemlich dick“, meint Max. „Weil er so viel isst.“ Da gehe aber kein Weg dran vorbei, denn viel essen müsse der gute Mann schließlich, weil er Kraft brauche. „Er muss doch alle die Geschenke schleppen.“ Ein kleiner Blick auf den Wunschzettel der vier Junioren zeigt, dass etwas dran ist an der Logik: Maja wünscht sich ein Buch von Prinzessin Lillifee, Max möchte gerne einen Leuchtturm, ein Schiff und einen Kran, Liv wünscht sich ein neues Zimmer („das ist viel zu schleppen“) und Martina hat eine Wasserrutsche für PollyPocket auf den Zettel geschrieben – „und ein Bett für mich“. „Da muss der Weihnachtsmann bei dir aber auch schwer tragen“, wirft Max ein. Transportprobleme kennt der Rotrock nicht, und winterliche Straßenverhältnisse können ihm ebenfalls nichts anhaben. „Er hat einen fliegenden Schlitten.“

Die Geschenke bekommt der Weihnachtsmann übrigens von den Weihnachtszwergen zugeliefert, berichtet Martina. Aha. Und jetzt taucht endlich auch die Hütte auf, von der man so oft hört. „Die Weihnachtszwerge wohnen in einer Holzhütte.“

Und was hat es eigentlich mit dem roten Mantel auf sich, der auf fast jedem Bild vom Weihnachtsmann zu sehen ist? Max weiß Bescheid: „Den hat er nicht immer an. Das ist eine Verkleidung.“

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