SUPER-NACHBARN Ein gutes Beispiel an der Königsberger Straße

In der Not das Klopapier geteilt

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Die Super-Nachbarn sind jetzt auch super ausgestattet.

Altena – Ein Haus, drei Familien, eine große Freundschaft. Andrea Schmoll ist sich sicher: „Wir haben an der Königsberger Straße die Super-Nachbarn.“ Als Marco Meßbach und Sarah Weustermann vor acht Jahren zum Breitenhagen zogen, ahnten sie noch nicht, welch gute Freunde sie dort finden würden. Kurz vor Weihnachten fing alles an. „Es muss so um den ersten Advent gewesen sein“, erinnert sich Sarah Weustermann.

Sie kannten noch nicht viele Nachbarn, doch Andrea Schmoll kannte keine Scheu und sprach „die Neuen“ einfach an. Denn am ersten Advent-Wochenende wird traditionell das ganze Haus und der Vorgarten weihnachtlich geschmückt. „Ich bin einfach hin und habe gefragt, ob sie mitmachen wollen“, erzählt Andrea Schmoll. Bisher hatten die Schmolls das Haus immer mit ihren Nachbarn Jaqueline und Martin Pietsch geschmückt.

Hilfe konnten die beiden Familien gut gebrauchen. „Naja, Weihnachtsdeko fällt bei uns schon mal etwas größer aus“, verrät Christian Schmoll schmunzelnd. Was das bedeutet, erfuhren die Nachbarn schnell und staunten nicht schlecht. „Zuerst kämpften wir mit einem drei bis vier Meter hohen Weihnachtsbaum. Allein den aufzustellen, war schon schwierig“, erinnert sich Marco Meßbach. Hinzu kamen unzählige Lichterketten und anderer Schmuck. „Wenn alle Lampen an sind, kann man das Leuchten bis in die Innenstadt sehen“, freut sich Andrea Schmoll, während die anderen Nachbarn stolz Fotos von dem weihnachtlich geschmückten Haus an der Königsberger Straße zeigen. Die gemeinsame Arbeit war der Auftakt für eine gute Freundschaft. Seither haben die drei Familien viel miteinander erlebt.

Weihnachten 2012 waren auch die Kinder Luka-Marie, Lenke, Dustin und Darlia noch kleiner und haben viel miteinander gespielt. Auch sie sind heute noch mit einander befreundet – auch, wenn sie als Jugendliche und junge Erwachsene aufgrund des Alters eher kein Fangen oder Verstecken mehr spielen. Ganz neu im Super-Nachbarn-Team ist Robin. Acht Wochen ist der Sohn von Jaqueline und Martin Pietsch jetzt alt.

Mit seinen ersten Versuchen des Lächelns hat der kleine Junge bereits jetzt alle um den Finger gewickelt und bildet aktuell das Zentrum der Nachbarschaftsbeziehung. „Ich bin mir sicher, dass sich hier ganz viele zum Babysitten anbieten“, verrät Andrea Schmoll. Es sind vor allem die kleinen Dinge im Alltag, die die Beziehung der Nachbarn so intensiv macht. So trifft man sich gerne am Abend auf der Bank vor dem Haus. Die Nachbarn sitzen einfach nur da, klönen und genießen die Gemeinschaft. Gemeinsam lassen sie den Tag noch einmal Revue passieren und lachen. „Wir sind vor allem eine lustige Truppe“, sagt Martin Pietsch. Dennoch gibt es auch Raum für Probleme. Auf der Bank vor dem Haus kann man sie erzählen. Gemeinsam werden Lösungen gesucht – und gefunden.

 „Jetzt im Sommer sind wir auch oft abends an der Feuerschale im Garten. Wenn wir es uns da einmal gemütlich gemacht haben, stehen wir so schnell nicht mehr auf“, freut sich Martin Pietsch. Gerade in der Corona-Zeit habe sich gezeigt, wie man sich auf seine Nachbarn verlassen kann. Ein kleiner Plausch mit Abstand vor der Tür habe eine willkommene Abwechslung geboten und in der doch ungewöhnlichen Zeit für ein Stückchen Normalität gesorgt. „Und wenn einer Toilettenpapier gefunden hat, hat er den Nachbarn auch etwas mitgebracht. Wir sind einfach füreinander da“, berichtet Marco Meßbach. Wie sehr sie sich aufeinander verlassen können, zeigte sich auch in der vergangenen Woche.

 „Wir waren im Urlaub und unser Kater wurde überfahren. Andrea war so nett und hat sich um alles gekümmert. In der Not sind unsere Nachbarn einfach immer da“, erzählt Marco Meßbach. Und auch weite Teile des Alltags meistern sie gemeinsam. Renovieren oder Rasen mähen sind beispielsweise echte Gemeinschaftsprojekte am Breitenhagen. Während der vergangenen acht Jahre haben die Nachbarn viel gemeinsam erlebt. Etliche Ausflüge standen auf dem Programm. „Wir lieben Schlagerpartys. Da sind wir vor Corona oft zusammen hingefahren“, berichtet Andrea Schmoll. Zusammen feiern lieben die Nachbarn. Gemeinsam Grillen und Klönen

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