Projekt zur Zukunft Altenas

„Summer of Pioneers“: Starttermin steht fest     

Erste Kennenlern-Runde: Interessierte Pioniere schauten sich im Oktober 2020 mit Uwe Kober (r.) in Altena um.
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Erste Kennenlern-Runde: Interessierte Pioniere schauten sich im Oktober 2020 mit Uwe Kober (r.) in Altena um.

Nun steht‘s fest: Die Pioniere kommen wirklich nach Altena. Das ausgefallene Projekt, bei dem sich alles mu die Zukunft der Stadt dreht, war wegen Corona verschoben worden. Nun gibt‘s einen Starttermin.

Altena – Als sich kürzlich potenzielle Pioniere in Altena umsahen, hoffte Bürgermeister Uwe Kober (CDU) noch mit Blick auf die Corona-Pandemie, dass das Projekt „Summer of Pioneers“ im Sommer überhaupt in Altena starten kann. Es sollte bereits 2020 stattfinden und wurde dann auf dieses Jahr verschoben. Nun steht fest: Es soll am 1. Juni starten. Ab sofort können sich Pioniere bewerben.

„Der Summer of Pioneers sucht Menschen, die die Natur inspirierender finden als Hochhausschluchten“, sagt Sara Schmidt, bei der Stadt zuständig für Wirtschaftsförderung. Die Burgstadt will ab dem 1. Juni insgesamt 15 bis 20 „kreative Digitalarbeiter“ empfangen, die sich ein halbes Jahr lang mit den Problemen der Stadt, Entwicklungsmöglichkeiten, Ideen und Konzepten beschäftigen.

Leben auf dem Land als Option

Im Fokus liegen dabei die künftige Nutzung der Flächen von Bierbach- und Schwarzenstein-Brache, aber auch die weitere Belebung der Innenstadt, der sich Stadt und Stadtmarketingverein bereits angenommen haben - mit ersten Erfolgen und neuen Läden. Die kreativen Köpfe können aus ganz Deutschland kommen, unterschiedlichen Berufen – vom Architekt bis zum PR-Berater – nachgehen und verschiedenen Alters sein. Einzige Voraussetzung: Sie müssen ihren Job von Altena aus erledigen können und Lust aufs Landleben haben.

Denn während sie ein halbes Jahr lang in der Burgstadt leben und ganz normal arbeiten, sollen sie für sich prüfen, ob das Leben auf dem Land auch ihre Zukunft ist. Zur Bewerbung gehört auch eine konkrete Projektidee, die die Bewerber/innen in und für Altena verwirklichen möchten.

Arbeiten unter freiem Himmel im Park

Sie bekommen von der Baugesellschaft eine möblierte Wohnung und einen gemeinsamen Coworking-Space zur Verfügung gestellt. Die Arbeitsplätze verteilen sich auf mehrere Ladengeschäfte in der Lennestraße. Zudem ist ein „Popup-Space“ unter freiem Himmel geplant: Auch die Parkanlage am Haus Köster-Emden soll als Arbeitsplatz dienen und wird dafür entsprechend hergerichtet.

„Altena gilt heute als die Stadt mit dem schnellsten Bevölkerungsrückgang in NRW“, verdeutlicht Schmidt. 1970 lebten hier rund
32 000 Menschen, jetzt sind es noch knapp 17 000. Die Hoffnung: „Der Summer of Pioneers könnte Impulse liefern, den Trend zu wenden.“ Als Projektpartner ist die Südwestfalen-Agentur mit im Boot. Weitere Informationen zum Projekt sind unter https://altena-pioneers.de erhältlich.

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