Summer of Pioneers in Altena

Nach dem Hochwasser: Pioniere bleiben und wollen helfen

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In den Coworking-Spaces der Pioniere herrscht in diesen Tagen weitgehend Stille. Das Projekt aber geht weiter.

Nach der Jahrhundertflut und den immensen Schäden in der Burgstadt ist das halbjährige Projekt „Summer of Pioneers“, bei dem Digitalarbeiter seit Anfang Juni neben ihrer eigentlichen Arbeit innovative Projekte und Impulse in und für Altena entwickeln sollen, kurzzeitig unterbrochen. „Ab übernächster Woche geht das Projekt aber weiter“, sagte die städtische Wirtschaftsförderin Sara Schmidt, die den Sommer der Pioniere seitens der Stadt eng begleitet, am Donnerstag auf Nachfrage.

Altena - In den Ladenlokalen an der Lennestraße 38 (ehemals Café Talstation), 57 und 59, die für die Pioniere als sogenannte Coworking-Spaces hergerichtet und in den ersten Wochen des Projekts auch eifrig genutzt wurden, herrscht in diesen Tagen weitgehend Stille. Das hat mehrere Gründe. Das ehemalige Café Talstation blieb von den Wassermassen nicht verschont und ist daher derzeit noch nicht wieder betriebsfähig. „Die Aufräumarbeiten laufen ganz gut und die Räume sehen inzwischen auch wieder ganz okay aus“, berichtete Schmidt. Noch unklar war am Donnerstag, ob die elektrischen Geräte und die Technik an dieser Arbeitsstätte noch nutzbar sind. In den Coworking-Spaces an der Lennestraße 57 und 59 lief das Wasser hingegen nicht rein, dafür aber in den Keller des Gebäudes. „Die Heizungsanlage funktioniert dort nicht mehr“, so Schmidt.

Zudem sind die Pioniere zum Teil nicht in der Stadt. Der eine oder andere Pionier sei in seinen Heimatort, wo die heftigen Unwetter und das Hochwasser zum Teil auch Verwüstungen angerichtet hatten, gefahren und hilft vor Ort. Andere Kreativköpfe seien weiterhin in Altena und würden nach ihrer eigentlichen Arbeit bei den Aufräumarbeiten mit anpacken. Und es gab auch Pioniere, die wegen „anderer Verpflichtungen und unabhängig vom Hochwasser“, wie es Projekt-Koordinatorin Christina Quast formulierte, ein paar Tage planmäßig nicht in der Burgstadt gewesen waren.

Fakt aber ist: Das Projekt wird fortgesetzt. „Wir wollen alle helfen“, betonte Christina Quast. Tenor in der Gruppe sei, unbedingt weitermachen zu wollen und mit Ideen und Projekten der Stadt und den Menschen in den stark betroffenen Gebieten beim Wiederaufbau zu helfen. „Wir sortieren uns bis Anfang August neu“, so Quast. Durch die Jahrhundertflut hätten sich „Prioritäten und Planbarkeit“ verschoben. Quast: „Wir wollen sinnvoll helfen und machen uns Gedanken darüber, was jetzt in diesem Moment angebracht ist.“ Quast berichtete darüber, dass man der Stadt bereits ein paar „Ideenvorschläge“ gemacht und „ganz allgemein“ Hilfe angeboten habe. Zu den Ideenvorschlägen gehört, dass man angesichts der immensen Arbeit, die auch in den nächsten Wochen und Monaten anstehen wird, beispielsweise gewisse Bürotätigkeiten übernehmen oder die ehemalige Talstation, wenn sie denn wieder nutzbar ist, als eine Art Infopoint oder Anlaufstelle für Bürger nutzen könnte.

Im Übrigen weisen auch die Digitalarbeiter, die nach dem „Re-Start“ im August Unterstützung von einer weiteren, am Freitag erwarteten Pionierin aus Berlin erhalten werden, auf der Homepage des Projekts unter www.altena-pioneers.de auf das Spendenkonto der Stadt hin.

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