Projekt startet am 1. Juni

Summer of Pioneers: Erste Kreativköpfe in Altena angekommen

Zentraler Aspekt beim Summer of Pioneers: Zur Zukunft der Schwarzenstein-Brache sollen sich die Digitalarbeiter Gedanken machen.
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Zentraler Aspekt beim Summer of Pioneers: Zur Zukunft der Schwarzenstein-Brache sollen sich die Digitalarbeiter Gedanken machen.

Die Coworking-Spaces sind eingerichtet, die Wohnungen willkommen: Der „Summer of Pioneers“ kann starten in Altena. Die ersten der 16 Digitalarbeiter aus ganz Deutschland sind schon da. In ihnen sieht die Stadt eine Riesen-Chance.

Altena – Es war ein erster Hauch von Sommer, der am Montagvormittag (17. Mai) durch die Fußgängerzone wehte. Allerdings nicht im meteorologischen Sinne, sondern bezogen auf ein Projekt, das in Altena ab Anfang Juni wachsen und prächtig sowie möglichst nachhaltig aufblühen soll.

Der Summer of Pioneers, bei dem sich vieles um die Zukunft der Stadt drehen wird, steht in den Startblöcken. „Wir sind offen für alles“, sagt Bürgermeister Uwe Kober (CDU), der auf den Pioniergeist von 16 kreativen Digitalarbeitern setzt und sich sicher ist, dass die Burgstädter offen für frischen Wind und neue Ideen von außen sind. „Jede Idee, die uns weiterbringt, ist immer gut“, so Kober.

Erste Pionirin vor Ort - mit vielen Erfahrungen im Gepäck

Mit Christina Quast ist die erste Pionierin bereits seit Freitag in der Stadt. Die 39-jährige Digitalarbeiterin, die Dortmund als ihre „Basis“ bezeichnet, und 15 weitere kreative Köpfe aus ganz Deutschland bekommen ab Juni ein halbes Jahr Zeit, um innovative Projekte und Impulse in und für Altena zu entwickeln. Und Quast ist guter Dinge, dass das Projekt auch in Altena ein Erfolg werden wird.

Für die 39-Jährige ist es nämlich schon der zweite Summer of Pioneers, den ersten erlebte sie im brandenburgischen Wittenberge. „Das war ein voller Erfolg. Wittenberge profitiert sehr davon“, sagt Quast, die als Ergebnis des Pioniergeistes dort unter anderem den neuen Kultursalon „Safari“ nennt. Die 39-Jährige, die mit ihrem Erfahrungsschatz das Projekt in Altena koordinieren soll, berichtet zudem, dass nach Ende des Pionier-Sommers in Wittenberge „ein Dutzend Leute da geblieben sind“, im „Nachgang weitere Leute hinzugezogen“ seien und diese Köpfe das Projekt nun als „Elblandwerker“ fortsetzen.

Stadt schafft Voraussetzungen für neue Bürger auf Zeit

Uwe Kober hört das gerne und würde sich freuen, wenn während des Pionier-Sommers an der Lenne der eine oder kreative Kopf die Burgstadt „als Arbeits- und Wohnort“ für sich entdecken würde.

Damit die 16 Digitalarbeiter – sie kommen unter anderem aus Hamburg, Berlin, Köln und dem Ruhrgebiet und bringen zum Teil ihre Lebensgefährten oder Kinder mit – ihrer Kreativität freien Lauf lassen können, sollten die Rahmenbedingungen passen. Und an diesen wird seitens der Stadt seit Monaten mit Hochdruck gearbeitet.

Drei Coworking-Spaces in leerstehenden Ladenlokalen

Die von der Baugesellschaft im Stadtgebiet zur Verfügung gestellten möblierten Wohnungen sind bezugsfertig, Christina Quast hat ihre Wohnung an der Kirchstraße schon bezogen. Und die leer stehenden Ladenlokale an der Lennestraße 38 (ehemals Café Talstation), 57 und 59 werden als sogenannte Coworking-Spaces hergerichtet.

Es handelt sich um möblierte Arbeitsplätze auf Zeit, in denen die Digitarbeiter zum einen ihrer bezahlten Arbeit nachgehen, zum anderen aber eben gemeinsam mit anderen Coworkern Ideen entwickeln sollen – zum Beispiel für die Attraktivitätssteigerung der Innenstadt oder für die Nachnutzung der Schwarzenstein-Brache.

Melanie Jens, Uwe Kober, Christina Quast und Sabine San José (von links) vor dem Ladenlokal an der Lennestraße 57, das demnächst als Coworking-Space von den Pionieren genutzt wird.

Diese Coworking-Spaces werden in den nächsten Tagen eingerichtet mit Tischen, Stühlen, Lampen, Pflanzen Deko, Trennwänden und all den Dingen, die für eine angenehme Arbeitsatmosphäre, aber auch mit Blick auf die Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen wichtig sind. „Das Stöberland ist mit im Boot. Die Idee war, möglichst viel lokal zu beschaffen“, sagt Sabine San José, die wie die Tourismusbeauftragte Melanie Jens und die städtische Wirtschaftsförderin Sara Schmidt mit in das Projekt eingebunden ist.

Arbeitsbereich im Freien geplant

Dass ein guter Internetanschluss für die Digitalarbeiter, die in unterschiedlichen Branchen (unter anderem im Bereich erneuerbare Energien) tätig sind, vorhanden sein wird, versteht sich von selbst. Hinter dem Gebäude der Deutschen Bank an der Kirchstraße soll es zudem einen Arbeitsbereich im Freien geben, die Parkanlage am Haus Köster-Emden ist als Büro unter freiem Himmel vom Tisch. „Die Pioniere bringen ihre Arbeit mit und bringen sich zusätzlich mit ihren Ideen für Altena ein“, verdeutlicht Christina Quast.

Am 7. Juni geht es in den Coworking-Spaces, für die alle Pioniere Schlüssel bekommen werden, los. Erwartet werden die kreativen Köpfe, deren Alter von Ende 20 bis Mitte 50 reicht, schon Ende Mai/Anfang Juni. Am Mittwoch (19. Mai) werden sich die Pioniere, von denen sich einige bereits im Oktober 2020 in Altena umsahen, bei einem Zoom-Meeting kennenlernen.

Burgstädter „offen genug“ für dieses Projekt

Und in rund zwei Wochen geht er dann los, der Sommer der Pioniere, auf deren Blick „von oben auf Altena“ und deren Ideen und Impulse für Schwarzenstein, Bierbach, Innenstadt, Lennepark oder Tourismus Uwe Kober und sein Rathaus-Team gespannt sind. Der Bürgermeister ist sich sicher, dass die Burgstädter „offen genug“ für Ideen und Impulse von außen sind und ruft dazu auf, in den Austausch mit den Pionieren zu gehen. Denn vielleicht sei es möglich, „aus einer guten Idee eine noch bessere zu machen“. Der Sommer kann kommen. Die Pioniere erst recht...

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