Pioniere können einziehen

Manfred Haupt, Chef der Altenaer Baugesellschaft, brennt für das Projekt „Summer of Pioneers“ . Am 7. oder 8. Mai wird im Zuge des Projektes auch der neu gestaltete Vorplatz vor der Baugenossenschaft eingeweiht. Dort gibt es einen Refill-Brunnen.
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Manfred Haupt, Chef der Altenaer Baugesellschaft, brennt für das Projekt „Summer of Pioneers“ . Am 7. oder 8. Mai wird im Zuge des Projektes auch der neu gestaltete Vorplatz vor der Baugenossenschaft eingeweiht. Dort gibt es einen Refill-Brunnen.

„Sie werden sich sofort wohlfühlen. Das Stöberland hat wunderbare Arbeit geleistet“. Manfred Haupt ist voll des Lobes. Der Chef der Altenaer Baugesellschaft (AGB) freut sich, dass die Wohnungen, die die AGB für die 16 Pioniere zur Verfügung stellt, gemütlich und freundlich eingerichtet sind. „Second Hand vom Feinsten“, sagt Manfred Haupt schmunzelnd. Nun reisen die Teilnehmer an, die im Rahmen des „Summer of Pioneers“ ein halbes Jahr lang innovative Projekte und Impulse in und für Altena entwickeln werden. Manfred Haupt brennt für das Projekt und er wünscht sich „von Herzen, dass die Altenaer die Chance nutzen werden, sich in den angestoßenen Prozess einzubringen. Denn die eigentliche Veränderung kann nur mit den Altenaern selbst stattfinden.“

Altena – Für das Projekt „Summer of Pioneers“ engagieren sich schon jetzt viele Akteure – neben der Stadtverwaltung ist das auch die Altenaer Baugesellschaft. „Ein solches Projekt benötigt einen hochflexiblen Mitarbeiterstamm und eine große Vernetzung. Hier meine ich auch die Handwerksfirmen“, erzählt Manfred Haupt.

Die „arbeitenden Gäste“, die als Wegbegleiter für Altena Lust darauf haben, Ideen zu entwickeln, kommen unter anderem aus Hamburg, Berlin, Köln und dem Ruhrgebiet und bringen zum Teil ihre Lebensgefährten oder Kinder mit. Es gibt 14 Wohnmöglichkeiten quer im Stadtgebiet verteilt, darunter auch WG-Zimmer. Und: Einige Pioniere bringen auch ihre Möbel mit. „Wir haben die Besonderheiten berücksichtigt. Eine junge Frau kommt zum Beispiel mit einem sechs Monate alten Baby. Da gibt es natürlich auch einen Wickeltisch“, sagt Manfred Haupt. Er ist sich sicher, dass sich die Pioniere in der Burgstadt sofort heimisch fühlen werden. „Das hat das Stöberland extrem gut gemacht. Es wurden auch liebevolle Accessoires besorgt.“ Die „Altenaer auf Zeit“ zahlen Miete, wenn auch mit 150 Euro pro Wohnraum übersichtlich. Eine Zwei-Zimmer-Wohnung kostet dann also 300 Euro.

Stadtgestalter

Warum sich die Baugesellschaft für „Summer of Pioneers“ einsetzt, erklärt Manfred Haupt so: „Wir fühlen uns nicht nur als Gesellschaft, die Wohnraum zur Verfügung stellt, sondern sehen uns auch als Stadtgestalter für Altena. Uns ist es wichtig, dass Altena belebt wird. Jeder öffentliche Fokus auf Altena kann Positives bewirken. Wenn man die Altenaer Bevölkerung anspricht, dann sehen viele die Stadt als sterbende Stadt und den Bevölkerungsrückgang seit 1978. Aber ich sehe Altena im Hier und Jetzt und in der Zukunft.“

Der Chef der Baugesellschaft, der zum Jahresbeginn 2020 Nachfolger von Joachim Effertz wurde, liebte die Stadt vom ersten Augenblick. Er hatte zuvor immer eine innere Unruhe verspürt. „Ich habe etwas gesucht, aber ich wusste nicht, was ich gesucht habe. Und als ich das erste Mal hierher kam, hatte ich das Gefühl, dass es genau das ist, was ich möchte.“

Feuer und Flamme

Und so ist Manfred Haupt auch Feuer und Flamme für „Summer of Pioneers“, „weil ich die Chancen sehe. Von außen ist der Blick auf Altena ein anderer, als wenn man von innen schaut. Die Pioniere sind weder eine Bedrohung noch eine Art Bevormunder, sondern Menschen, die völlig unvorbelastet und unvoreingenommen nach Altena kommen und ihre Sichtweisen und Impulse einbringen.“

Übrigens: Mit den Pionieren wird auch am 8. oder 9. Juni der Refill-Brunnen vor dem Haus der Baugenossenschaft eingeweiht. Hinter dem Gerüst, das bis jetzt einen Blick verhindert, ist ein schöner Platz zum Verweilen entstanden. Mit einer „geschwungenen“ Sitzbank und einem kleinen Kunstwerk, das vom Stil an das leuchtende Lenneufer erinnert und mit einer Krone, die das weltumspannende Gebilde spiegelt, das am Ortseingang von Altena zu bewundern ist. Das Besondere: Kostenloses Trinkwasser gibt es dort für Jedermann. Per Knopfdruck. Finanziert wird der Platz von der Baugesellschaft. Der Brunnen soll als Zeichen für die mögliche Veränderung in Altena verstanden werden.

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