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„Süß statt bitter“: Kirche verkauft Orangen - mit besonderem Ziel

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Von: Janine Tokarski

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Katja Breyer von der Evangelischen Landeskirche von Westfalen organisiert die Verteilung von Bio-Orangen.
Katja Breyer von der Evangelischen Landeskirche von Westfalen organisiert die Verteilung von Bio-Orangen. © Robert Szkudlarek

Kiloweise Orangen kann bei den Kirchengemeinden in Evingsen und Dahle in Altena bestellen. „Süß statt bitter“ lautet das Motto der ungewöhnlichen Aktion.

Altena - Die evangelischen Kirchengemeinden Dahle und Evingsen verkaufen Orangen und beteiligen sich damit an der Aktion „Süß statt bitter!“. Die Orangen können in den Gemeindebüros oder bei Pfarrer Uwe Krause vorbestellt werden. Der Verkauf findet am Freitag, 11. Februar, von 14 bis 17 Uhr an der Kirche und am Sonntag, 13. Februar, um 11 Uhr nach dem Gottesdienst in Evingsen statt. Ein Kilo Orangen kostet drei Euro.

Ernethelfer hausen unter schlimmen Bedingungen

Mit der Aktion möchten die Gemeinden auf unmenschliche Zustände und moderne Sklaverei bei der Ernte in Süditalien aufmerksam machen, die dort gerade läuft. Rund 2000 Wanderarbeiter und Geflüchtete bekommen als Erntehelfer für viele Stunden harte Arbeit aber nur etwa 25 Euro Lohn pro Tag und müssen bei Kälte in Zelten, Containern und Hütten hausen.

Die Aktion möchte gegen diese Zustände ein Zeichen setzen: Die Orangen kommen von der genossenschaftsähnlichen Initiative „SOS Rosarno“ aus Kalabrien. Durch den Verein „SOS Rosarno“ erhalten die Orangen-Bauern faire Preise und die Wanderarbeiter den Mindestlohn und eine Sozialversicherung. Ein Teil des Erlöses kommt auch der Arbeit von Mediterranean Hope zugute, ein kirchliches Flüchtlingsprogramm in Süditalien.

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