Feuerwehr: Neubauten werden erforderlich

Suche nach Standorten

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Der Standort der Feuer- und Rettungswache steht zwar zur Disposition. So schnell geht das allerdings alles nicht. Deshalb wurde die Leuchtreklame letztens noch erneuert.

Altena - Die personelle Besetzung der Feuerwache ist das eine. Das andere ist deren Standort. Dass sie nicht dortbleiben kann, wo sie jetzt ist, ist allen Beteiligten klar. Als „vorsichtig gesagt suboptimal“ bezeichnete FDP-Ratsmitglied Bernhard Diel die derzeitige Unterbringung.

Auch hier gelte: Die Suche nach einem neuen Standort hänge maßgeblich davon ab, wie sich zukünftig die Zusammenarbeit mit Nachrodt-Wiblingwerde gestalte. Das sagte Simon Zens von der auf Sicherheitsberatung spezialisierten Luelf und Rinke GmbH, die in der zweiten Jahreshälfte den Brandschutzbedarfsplan für die Stadt Altena aufstellen soll. Welche Parameter darin bezüglich der Einsatzzeiten festgelegt würden, sei im Grunde Sache der Kommune, erklärte Zens den Kommunalpolitikern.

Keine Grundsätzlichkeit

Eine gesetzliche Festlegung gebe es nicht. Allerdings müsse der Brandschutzbedarfsplan von der Bezirksregierung als Fachaufsicht abgesegnet werden. Das gelte umso mehr, als dass Altena den Status „mittlere kreisangehörige Stadt“ habe und als solche dazu verpflichtet sei, rund um die Uhr sechs hauptamtliche Feuerwehrleute vorzuhalten. Davon könne zwar mit einer Ausnahmeregelung abgewichen werden. Dazu müsse die Stadt aber nachweisen, dass schnelle Hilfe auch mit Ehrenamtlichen gewährleistet ist. Nach Zens’ Ansicht spielen dabei die Einsatzzeiten der Drehleiter eine entscheidende Rolle. Verpflichtend muss sie aber nur dort in definierten Zeiträumen zum Einsatz kommen, wo eine Menschenrettung über Steckleitern nicht möglich ist.

Steckleitern

Das betrifft vor allem den Innenstadtbereich und die Industrietäler. Wie berichtet, hat die Wehr Schwierigkeiten mit der Tagesverfügbarkeit ihrer ehrenamtlichen Mitglieder. Von 171 Kräften halten sich tagsüber nur 37 im Stadtteil ihrer Löschgruppe auf. Zens hat während seines Vortrags einen ersten Vorschlag gemacht, wie dieses Problem gemildert werden kann: Weil sich herausgestellt habe, dass viele Ehrenamtler an der Altenaer Straße arbeiten, könne überlegt werden, tagsüber ein Löschfahrzeug im Dahler Industriegebiet zu stationieren. Besonders ungünstig liegt nach Ansicht von Zens das Gerätehaus Rahmedetal in Zum Hohle: Die meisten Kräfte, die dort Dienst tun, wohnen weit entfernt am Breitenhagen.

Neues Gerätehaus

Deshalb sollte in dessen Nähe auch das Gerätehaus sein, schlägt Zens vor. Erleichtert wird das dadurch, dass das Gerätehaus mit der darüber liegenden Turnhalle vor einiger Zeit verkauft wurde und es jetzt einen Mietvertrag gibt, der in absehbarer Zeit ausläuft. Vertreter der Ratsfraktionen gehörten einem Arbeitskreis an, der die Untersuchungen der Gutachter begleitete – wirklich neu war das, was Zens erzählte, damit nicht.

Zeit zum Nachdenken

Trotzdem haben die Politiker jetzt Zeit, die Informationen zu überdenken: Wie es jetzt weitergeht, soll im September entschieden werden.

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