Ganz Altena schippt Schnee

Am Verbindungsweg Nettenscheid-Neuenrade herrschten am Morgen tief winterliche Verhältnisse.

Altena - Das befürchtete Chaos durch Sturmtief Egon ist ausgeblieben. Dennoch hat Egon die Altenaer beschäftigt, sie mussten ordentlich Schnee schippen. Und für den Bauhof war die Wettersituation natürlich ebenfalls eine Herausforderung.

Von der Brachtenbeck aus schwärmten am Freitagmorgen alle verfügbaren Kräfte aus – „Früh auf Altena“ also einmal ganz anders. „Um fünf Uhr ging es los“, berichtet Bauhofleiter Volker Richter. Herausgeschickt wurden sieben Lkw mit Pflug und Streueinrichtung, drei Trecker für den Einsatz auf Gehwegen und die Handstreuer „für alle Ecken, wo man sonst nicht hinkommt.“ Neben der Bauhofmannschaft waren auch zwei Fremdunternehmen im Einsatz gegen die weißen Massen.

Die Einsätze der Räumfahrzeuge konzentrierten sich zunächst auf die Höhenlagen wie Dahle, Evingsen und den Nettenscheid. Später, als der Schneefall auch die Tallagen erreichte, ging es dort weiter. Für seine Männer, die in der Dunkelheit mit bis zu drei Meter breiten Räumschilden bugsieren müssen, hatte Richter ein Lob parat: „Sie müssen sehr konzentrierte Arbeit leisten.“ Am Vormittag richtete sich die Aufmerksamkeit dann auf die Streckenkontrolle, auf das Nachschieben und das Räumen in den Seitenstraßen. Pech am Rande: Ein auswärtiger Lkw fuhr sich nach Belieferung des Bauhofes mit Salz in der Brachtenbeck fest. Dadurch kam es zu einer zweistündigen Behinderung des Verkehrs.

Dass es insbesondere in den frühen Morgenstunden doch zu Problemen kam, zeigte sich auch am Burggymnasium. Viele Kinder aus Neuenrade, aber auch aus Evingsen, konnten die Burgstadt per Bus nicht erreichen. „Rund ein Drittel unserer Schüler hat gefehlt“, berichtet Jost Ritzenhoff, der stellvertretende Schulleiter. So sei vielfach in Teilgruppen unterrichtet worden. In einer Klasse – das sei aber die Ausnahme gewesen – erschienen von 24 Schülern ganze drei, so Ritzenhoff zur Lage am BGA.

Am Vormittag hatte sich der Busverkehr dann weitgehend normalisiert. Die Märkische Verkehrsgesellschaft berichtete auf ihrer Internetseite noch von einer Störung auf der Linie 32 nach Dahle.

Vergleichsweise ruhig verlief das Eintreffen von Sturmtief Egon für die Männer der Freiwilligen Feuerwehr. „Für uns gab es nur einen Einsatz“, sagt Stadtbrandinspektor Alexander Grass. Dabei musste nach einer morgendlichen Karambolage auf der Westiger Straße Öl abgestreut werden.

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