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In Dahle stürzt Baum auf Hausdach

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Von: Thomas Bender

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Die Lenneuferstraße wurde vorsorglich gesperrt. © Bender, Thomas

Gut vorbereitet gingen die Feuerwehren in Altena und Nachrodt in die zweite Sturmnacht: In beiden Kommunen wurden sogenannte Meldeköpfe besetzt. Notrufe gingen danach nicht mehr bei der Kreisleitstelle, sondern in den Gerätehäusern ein und wurden dort von ortskundigen Einsatzkräften priorisiert.

Altena/Nachrodt – In Altena ging es um 16.52 Uhr los: Die Rahmedestraße wurde voll gesperrt, weil in Höhe der Sternapotheke eine Baumkrone abzustürzen drohte. Diese Gefahr war schnell gebannt, nach 30 Minuten konnte der Verkehr wieder fließen. Einen weiteren, größeren Einsatz gab es in Dahle. Dort fiel ein Baum auf ein Haus und beschädigte das Dach.

Mehrere Straßen gesperrt

Am Ende mussten über 20 Einsätze abgearbeitet werden – meist deshalb, weil Bäume auf die Straße fielen. „Der Klassiker“, sagte Feuerwehr -Pressesprecher Patrick Selle und teilte mit, dass einige Straßen gesperrt werden mussten: Der Brachtenbecker Weg oberhalb der Mercedes-Werkstatt, die Straße Mühlenbach und die Höhenstraße L692 zwischen Oevenscheid und dem Abzweig nach Großendrescheid sind vorerst nicht passierbar. Gesperrt ist nach wie vor auch die Linscheidstraße oberhalb des Ortsausgangs.

Es droht Hochwasser

Die Feuerwehr der Gemeinde Nachrodt-Wiblingwerde musste bis Redaktionsschluss insgesamt vier Mal ausrücken. Immer ging es um umgestürzte Bäume, in zwei Fällen drohten sie Freileitungen zu beschädigen. Nicht ausgerückt sind die Einsatzkräfte zur Opperhusener Straße, wo außerhalb der Bebauung Bäume auf der Fahrbahn lagen. Im Wald und bei Sturm und Dunkelheit sei es zu gefährlich, dort zu arbeiten, zumal niemand zwingend dort her müsse, argumentierte Feuerwehrchef Mark Wille. Die Straße wurde deshalb durch den Bauhof gesperrt.

Lenneuferstraße gesperrt

Ein Blick zur Lenne: Wie berichtet, steigerte der Ruhrverband schon am Donnerstag die Wasserabgabe aus der Biggetalsperre, um mehr Hochwasserstauraum zu schaffen. In Absprache mit der Stadt geschah das so, dass das Wasser „Oberkante Unterlippe“ stand und die Lenneuferstraße so gerade eben nicht überflutet wurde. Trotzdem beschlossen Bauhof und Ordnungsamt am Nachmittag, die Straße zu sperren und die Durchgänge zur Innenstadt abzuschotten. Hintergrund seien die für das Wochenende angekündigten ergiebigen Regenfälle, erklärte Robert Groppe, Leiter des Baubetriebshofs. Es sei besser, den Hochwasserschutz in einer eher ruhigen Wetterphase aufzubauen als bei Dunkelheit und womöglich auch noch Sturm. Schließlich sei auch der Bauhof nach Stürmen mit Aufräumungsarbeiten beschäftigt.

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