Sturm Sabine: So fällt die Bilanz in Altena aus

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Am Hegenscheider Weg stürzten Bäume auf die Fahrbahn.

Altena – Der Sturm zieht vorüber. Die Bilanz in Altena fällt sehr gut aus: Sabine hat die Burgstadt (fast) verschont.

Große Schäden hat Sturmtief Sabine in der Burgstadt nicht angerichtet. Am Sonntag hatte die Feuerwehr zunächst einen sogenannten „Meldekopf“ eingerichtet, also eine eigene Einsatzleitung. Später wurden dann die Gerätehäuser Dahle, Knerling und Drescheid mit jeweils neun Einsatzkräften besetzt.
Die hatten ebenso wie der Meldekopf nicht besonders viel zu tun. Nur die Löschgruppe Drescheid musste dreimal ausrücken: Von der Straße Lenscheid musste ein etwa armdicker Ast entfernt werden.

In Mühlenrahmede neigte sich gegen 21 Uhr ein dünner Baum in Richtung Rahmedestraße. Die Gefahrenstelle wurde von der Wehr beseitigt. Im Bereich Ardey landete eine mächtige Baumkrone auf der Straße.

Viele Äste und Bäume auf der Straße

Gegen 1 Uhr nachts wurde der Meldekopf aufgehoben, und die Einsatzkräfte wurden nach Hause geschickt. Lange konnten sie sich allerdings nicht ausruhen. 

Bei Tageslicht wurden gestern Morgen weitere Schäden sichtbar: Am Hegenscheider Weg hingen drei Fichten über der Fahrbahn. Die Straße wurde vorübergehend gesperrt, die Löschgruppe Mühlendorf beseitigte das gefährliche Hindernis. 

Auf der Giebel musste ein größerer Ast von der Fahrbahn entfernt werden. Die Löschgruppe Dahle musste erst am Ehrenmal und dann an der Mühlenstraße Bäume von der Fahrbahn entfernen. 

Am frühen Nachmittag rückte die Wache zur Westiger Straße aus, weil sich an einem Haus ein Fallrohr gelockert hatte. Behinderungen durch umgestürzte oder instabile Bäume gab es darüber hinaus in der Brachtenbecke.  

Absperrungen einer Baustelle fielen durch den Sturm in der Nähe der Firma Lüling um.

Neben Feuerwehr und Polizei beschäftigte Sabine auch den Bauhof. „Wir sprechen uns eng mit der Feuerwehr ab“, berichtete dessen Leiter Volker Richter. Ein Beispiel: Als die Wehr gestern gegen 9 Uhr den Hegenscheider Weg freisägte, übernahm der Bauhof nicht nur die Absperrung, sondern kümmerte sich an der Mühlenrahmeder Straße auch um die Beseitigung eines Baumes, der umzufallen drohte. 

Kehrmaschinen im Dauereinsatz

„Außerdem sind natürlich beide Kehrmaschinen im Dauereinsatz“, sagte Richter. Gebäudeschäden gab es nur ganz vereinzelt. Das melden die Altenaer Baugesellschaft (ABG) und verschiedene Versicherer unisono. Magnus Benkhofer, Architekt bei der ABG, wusste gestern Morgen nur von einem einzigen Schaden an einem Haus am Breitenhagen – „und der war auch sehr überschaubar“, meinte er. 

Dass Wetterthemen groß im Internet stattfinden, dem kann er auch Gutes abgewinnen: „Das führt dazu, dass die Leute Terrassenmöbel und andere Gegenstände besser sichern“. 

Bei Heiko Schäfer, dem Inhaber der Dahler Allianz-Agentur, lagen bis gestern Mittag nur vier Schadensmeldungen aus Altena, Menden und Lüdenscheid vor. Möglicherweise steige diese Zahl aber noch, meint er: „Es ist ja noch nicht jeder in der Lage gewesen, sein Haus heute Morgen vor der Arbeit in der Dunkelheit zu kontrollieren“. 

„Bei uns ist es verhältnismäßig ruhig, wir hätten mit deutlich mehr Schadensmeldungen gerechnet“, sagt auch Tim-Patrick Rompza von der Provinzial-Agentur Opitz, Rompza und Collura. Schadensmeldungen lägen bisher wegen beschädigter Autos und umgestürzter Bäume vor. 

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