Sturm Sabine: Einsätze in Altena und Nachrodt

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Die Absperrungen einer Baustelle hat Sturm Sabine umgefegt.

Altena/Nachrodt-Wiblingwerde - Sturm Sabine ist über NRW hinweggezogen.  Hier gibt es alle aktuellen Infos aus Altena und Nachrodt.

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Update 12.20 Uhr: Umgefegt hat Sturm Sabine so einiges in Altena - zum Beispiel  ein Schild der Sparkasse vor der Hauptstelle und Absperrungsbaken einer Baustelle in der Nähe  der Firma Lüling.

Update 10.00 Uhr: Nach einer relativ ruhigen Tag gibt es nun viel zu tun  für die Feuerwehr derzeit. Viele Einsatzkräfte sind im Einsatz. Unter anderem sind Bäume am Hegenscheider Weg umgestürzt, die beseitigt werden müssen. 

Am Hegenscheider Weg fiel ein Baum auf die Fahrbahn.

Update 7.45 Uhr: Sturm Sabine scheint die beiden Orte weitestgehend verschont zu haben. Unter den 32 Einsätzen, die die Polizei MK für den gesamten Märkischen Kreis in der vergangenen Nacht meldet, gibt es keinen in Altena oder Nachrodt. Auch Straßensperrungen gibt es in beiden Kommunen laut Polizei aktuell nicht.

Dennoch läuft nicht alles rund im Berufsverkehr. Die A 45 ist zwischen Hagen Süd und dem Kreuz Hagen gesperrt, nachdem ein Baum auf die Fahrbahn gestürzt war. 

Alle wichtigen Infos rund um den Verkehr gibt es hier.

Auch etliche Züge fallen aus. Wie Abellio mitteilt, werden zwar einzelne Verbindungen wieder aufgenommen, nachdem der Betrieb völlig ruhte, doch es kann "zu erheblichen Verspätungen und Zugausfällen" kommen. Das gilt für den gesamten Montag. Die Deutsche Bahn prüft heute nach und nach die Strecken auf mögliche Schäden und Hindernisse wie umgestürzte Bäume.

Update 1.00 Uhr: Der Abend war entspannter als befürchtet: Weder in Altena noch in Nachrodt gab es größere Einsätze mit Unfällen oder Verletzten. Daher haben sich die Feuerwehren dazu entschlossen, den Meldekopf, also die zentrale Koordinierungsstelle, vor Ort aufzuheben. Wenn nun etwas passiert, werden die Retter wieder wie gewohnt über die Kreisleitstelle alarmiert.

Der Kreisbrandmeister Michael Kling aus Nachrodt-Wiblingwerde schickt eine Botschaft über Facebook an seine vielen Kameraden im Märkischen Kreis, wo sich die Lage zuspitzt und der Sturm deutlich zunimmt.

Update 21.25 Uhr: Im Bereich Ardey ist die Krone aus einem Baum gebrochen. Die Löschgruppe Drescheid ist im Einsatz, die Straße war gesperrt. Mittlerweile haben die Einsatzkräfte die Baumkrone entfernt, die Straße ist wieder frei.

Die Krone eines Baumes ist im Bereich Ardey abgebrochen und auf die Straße gefallen.

Update 20.55 Uhr: Die Feuerwehr Altena wurde in die Rahmedestraße gerufen. Im Ortsteil Mühlenrahmede neigte sich ein dünner Baum zur Fahrbahn. Die Gefahrenstelle wurde durch die Einsatzkräfte der Löschgruppe Drescheid beseitigt.

Wichtige Bitte der Feuerwehr

In diesem Zusammenhang ein wichtiger Hinweis: "Bitte melden Sie Gefahrenstellen nur über den Notruf 112", appelliert Pressesprecher Patrick Slatosch an alle Bürger.

Update 20.05 Uhr: Zwei Einsätze gab es bisher in Nachrodt-Wiblingwerde. Zum einen drohte ein Teil vom Dach eines Hauses an der Geschwister-Scholl-Straße abzufallen. Die Feuerwehr rückte aus und sicherte es. Der Einsatz war schnell erledigt.

Zum anderen läuft derzeit ein Einsatz in Wiblingwerde: Die Retter sind am Abzweig Höllerhagen/Wördener Bach im Einsatz. Dort droht ein Baum umzustürzen.

Auch in Altena gab es einen ersten, kleinen Einsatz. Durch die Einsatzkräfte der Löschgruppe Drescheid wurde im Bereich Lenscheid ein stärkerer Ast von der Straße entfernt.

Update 17.35 Uhr: Die Gerätehäuser in Nachrodt und Wiblingwerde sind besetzt, um für Sturm Sabine gewappnet zu sein. Ein Meldekopf in Nachrodt wurde eingerichtet, erklärt Gemeindebrandinspektor Jens Klatt. Dieser werde bei Großeinsatzlagen wie Sturm im Nachrodter Gerätehaus eingerichtet und diene nach der Alarmierung als zentrale Koordinierungs- und Kommunikationsstelle für alle Einsätze auf Gemeindegebiet.

Unfälle, Sperrungen, Feuerwehr-Einsätze: Alle Informationen finden Sie hier in unserem große NRW-News-Ticker zum Sturm „Sabine“.

Behalten die Lage im Blick: Gemeindebrandinspektor Jens Klatt, Feuerwehrchef Mark Wille und Sascha Panne.

„Wir haben in den vergangenen 13 Jahren viel verbessert und verändert. Wir sind auf Stürme wie Kyrill besser eingerichtet. Trotzdem weiß natürlich niemand, was uns heute Nacht erwartet“, sagt Feuerwehrchef Mark Wille.

Großes Lob für Bürger

Schon am Freitag seien die Fahrzeuge mit mehr Equipment ausgestattet worden. Unter anderem mit zahlreichen Blättern für Sägen und mit mehr Kraftstoff. 

Bislang gab es noch keine Einsätze in der Gemeinde. „Man merkt, die Leute nehmen diese Warnung ernst. Es sind sehr wenig Menschen draußen und viele haben lose Gegenstände in den Gärten gesichert“, lobte Wille. 

Jan Schneider kocht in der Lennehalle für die Einsatzkräfte und Bürger, falls diese in Not geraten und nicht mehr in ihre Wohnungen kommen.

In der Lennehalle bereitet Jan Schneider die Verpflegung vor. Etwa 50 bis 60 Einsatzkräfte wollten von ihm versorgt werden. Eine logistische Herausforderung. 

„Außerdem sind wir darauf eingerichtet, in absoluten Notfällen die Bevölkerung zu versorgen, wenn zum Beispiel Schäden an einem Haus entstehen oder Straßen dicht sind“, erklärte Wille. 

Bauhof in Alarmbereitschaft

Mit dabei war auch Ordnungsamtsleiter Sebastian Putz. Ehrenamtlich ist er in der Feuerwehr aktiv und auch die ganze Nacht im Einsatz. „Im Vorfeld haben wir seitens der Gemeinde den Bauhof alarmiert. Vier Männer sind in Rufbereitschaft für die Gemeinde“, berichtete Sebastian Putz. Der Bauhof richte beispielsweise Straßensperrungen ein und leite den Verkehr um

Update 16.40 Uhr: Die Feuerwehr Altena hat entschieden,  sich breit aufzustellen für den Sturm und neben der Hauptwache auch drei Gerätehäuser zu besetzen. In den Gerätehäusern am Knerling, in Dahle und am Drescheid sind jeweils neun Einsatzkräfte vor Ort, um "Einsätze abzuarbeiten, wenn sie anfallen", sagt Pressesprecher Patrick Slatosch und betont: "Bislang kam es noch zu keinem Sturmeinsatz in Altena."

Die Feuerwehr muss sicherstellen, dass der Rettungswagen sowohl die umliegenden Krankenhäuser als auch alle Wohngebiete gut und schnell erreicht. Das hat  - neben der Versorgung möglicher Verletzter -  Priorität bei möglichen Einsätzen.

Update 16 Uhr: Auch in Altena treffen sich die Retter jetzt zur Lagebesprechung in der Feuerwache. Dort wird ein so genannter Meldekopf eingerichtet, um die Einsätze zentral zu koordinieren. Einsätze gab es bislang nicht, "es ist noch alles ruhig", sagt Feuerwehr-Pressesprecher Patrick Slatosch.

Update 14.45 Uhr: Die Feuerwehren bereiten sich auf den schweren Sturm vor.  Um 16 Uhr treffen sich die Führungskräfte der Feuerwehren in Nachrodt und Wiblingwerde zur Lagebesprechung. Ab 17 Uhr werden die Gerätehäuser in beiden Teilen der Gemeinde besetzt. In Nachrodt wird ein Koordinationszentrum eingerichtet. 

Mit schwereren Einsätzen rechnen die Retter erst am Abend.

Auch die Feuerwehr in Altena ist vorbereitet. Sie hat Konsequenzen aus Orkan Kyrill gezogen und und setzt auf die eigene Sicherheit.

Schulen und Kitas haben sich ebenfalls gewappnet für Sturm Sabine. Der Unterricht fällt am Montag an allen Schulen in Altena aus. Auch einige Kitas richten lediglich Notgruppen ein.

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