Strippenzieher unterwegs

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ALTENA ▪ Kurz vor der Auffahrt zur Fritz-Berg-Brücke aus Richtung Westiger Straße, Nette, riskierte so mancher Autofahrer einen zweiten Blick: Ein Mitarbeiter der Firma Haka Kabelverlegung aus Wetter war damit beschäftigt, von fünf Riesenrollen blaue, grüne, rote, weiße und gelbe Kabel abzuwickeln und die Strippen dann im Untergrund verschwinden zu lassen. „Ich werde schon mal gefragt, ob ich überdimensionale Geschenkbänder spazieren fahre“, scherzte der Haka-Techniker in Anspielung auf das grell-bunte Farbenspiel.

Tut er aber nicht: Im Auftrag der Telekom werden diese farbigen Kabel in vorhandene Leerrohre im Straßenuntergrund verlegt. Sie garantieren, dass stadtweit Computer- und Internetnutzer auf die ganz schnelle Datenautobahn der Telekom auffahren können. Stichwort: Glasfaserkabel-Netz und Erhöhung der Datentransportmenge beim Computer.

Für die blitzschnellen neuen Daten-Leitungen mit deutlich mehr Kapazität als bisher müssen im Stadtgebiet aber keine Straßen aufgebrochen werden. Sowohl Stadt als auch das Unternehmen Telekom arbeiten seit Jahren vorausschauend Hand in Hand. Und so bestätigte Fachbereichsleiter Roland Balkenhol aus dem Rathaus, dass beim Ausbau des Knotenpunktes Fritz-Berg-Brücke schon damals daran gedacht worden sei, spezielle Leerrohre in den Untergrund zu verlegen, wenn einmal neue Kabel kommen sollten.

Eine Nutzungsgebühr muss die Telekom für diesen „unsichtbaren“ Kabelsalat aber nicht zahlen. Das alles sei mit den üblichen Konzessionsverträgen zwischen Kommunen und Telekom abgegolten. ▪ job

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