Bauhofmitarbeiter immer in Winterdienst-Bereitschaft

Immer wieder müssen Bauhofmitarbeiter die 60 Salzkisten mit einem Streusalz-Granulat-Gemisch auffüllen – wie hier auf der Lennepromenade. Aus diesen Kisten bedienen sich dann wiederum Handstreuer vom Bauhof sowie Mitarbeiter, die im Einsatz ihre Trecker mit Streugut nachladen. Foto: Köller

Altena - Vier Lkw-Ladungen neues Streusalz erwartet der Baubetriebshof noch in dieser Woche. Je nach Wetterlage kann Altena damit den restlichen Winter überstehen. Sollte es aber noch bis weit in den April hinein schneien, muss vielleicht doch noch mal nachbestellt werden.

Von Kristina Köller

Ganz genau und Wochen im Voraus planbar ist der Winterdienst eben nicht.

Das wird im Gespräch mit Jörg Becker, Vertreter von Bauhofsleiter Volker Richter, deutlich. Auf verschiedene Situationen auf Straßen und Gehwegen müssen sich die 20 Bauhofmitarbeiter immer wieder neu einstellen. „Es muss ja nicht mal schneien, damit wir streuen müssen“, sagt Becker. „Auch wenn es Bodenfrost gibt oder Schmelzwasser von Schnee gefriert, müssen wir natürlich Winterdienst machen. Oder wenn tagsüber die Sonne scheint, das Schmelzwasser das Salz wegspült und es dann wieder friert.“

Damit genug Salzvorräte da sind, hat der Bauhof beim Deutschen Straßendienst (DSD) noch mal gut 100 Tonnen bestellt. Und zwischen 100 und 150 Tonnen seien es immerhin, die in diesem Winter bereits gestreut worden sind, weiß Becker. Etwa 20 Tonnen waren es allein am vergangenen Freitag, als morgens ein Schneechaos den Straßenverkehr durch Altena lahmlegte, hatte Bauhofsleiter Volker Richter danach resümiert.

„Bislang haben wir uns aber an Restbeständen bedienen können, die aus dem letzten Winter übrig waren“, sagt Becker. Der letzte Winter sei eben nicht so streng gewesen, da habe man nicht alles aufgebraucht. Doch auch gegenteilige Erinnerungen an den Winter 2010/2011 werden wach. Becker: „Da wurde das Salz plötzlich in ganz Deutschland knapp.“ Zuerst seien damals große Autobahnen und Hauptstraßen gestreut worden. Kleinere Städte – auch Altena – hätten darunter gelitten. Beruhigend sei es daher allemal, dass jetzt noch mal eine ganze Fuhre Streusalz nachkomme. Und um das je nach Wetterlage zu verteilen, haben momentan alle Bauhofmitarbeiter Bereitschaft – sieben Tage die Woche. „Um fünf Uhr morgens geht es los und zum Beispiel auch in der letzten Woche haben wir jeden Abend auch nach 20 Uhr die Hauptstraßen noch mal kontrolliert und teilweise gestreut“, fasst Becker zusammen.

Deutlich wird: Jederzeit muss am Bauhof reagiert werden. Die Mitarbeiter müssen sich auf immer unterschiedliche Straßenverhältnisse und glatte Gehwege einstellen. Becker spricht für sich und seine Kollegen: „Und wer Bereitschaft hat, muss die ein oder andere Party wohl auch mal mit Mineralwasser bestreiten.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das Login-Formular anmelden.


Bitte beachten Sie: Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.

Netiquette
Hinweis: Kommentieren Sie fair und sachlich! Rassistische, pornografische, menschenverachtende, beleidigende oder gegen die guten Sitten verstoßende Äußerungen sind verboten und werden gelöscht.

Kommentare