Streusalz: Ein Drittel des Vorrates ist verbraucht

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Gestern Morgen an der Lenneuferstraße: Bauhof-Mitarbeiter Karl-Heinz Weischede holt Salznachschub für sein Mini-Räum- und Streufahrzeug. ▪

ALTENA ▪ Nicht mehr als unbedingt nötig, so lautet der Expertentipp für den Umgang mit Streusalz – der Umwelt zuliebe. So mancher allerdings, der in der vergangenen Woche auf Altenas Bürgersteigen unterwegs war, wunderte sich über die großen Mengen weißen Streuguts, die da unter den Schuhen knarschten.

„Nein, das Salz muss nicht weg“, antwortete Volker Richter auf entsprechendeFrage der Redaktion. Vorsorglich sei gestreut worden, um die Bürger vor glatten Gehwegen zu schützen. Jedoch: „Wir machen das ganz vorsichtig“, erklärte der Leiter des städtischen Baubetriebshofes. Das Problem sei aber, dass das Streusalz bei Temperaturen unter acht Grad minus seine auftauende Wirkung verliert und: „Bei Minus 17 Grad tut sich gar nichts mehr“. Jetzt, nach Schneefall und bei Temperaturen um null Grad werde das Salz seine Aufgabe erfüllen und für gute Verhältnisse auf Straßen und Wegen sorgen, so Richter.

Rund 500 Tonnen Streusalz hatte der Bauhof in der Salzhalle am Brachtenbecker Weg eingelagert. Bisher sei etwa ein Drittel verbraucht. Am Montag streuten die Mitarbeiter überall im Stadtgebiet, besonders in den Höhenlagen von Dahle, Evingsen und Nettenscheid. „Dabei gehen einige Tonnen drauf.“ Werde morgens und abends überall gestreut, etwa 15 bis 20 Tonnen. Die Wetteraussichten sagten noch bis Donnerstag Niederschlag bei null Grad an. „Da muss man mal sehen, ob das als Schnee oder Regen runterkommt“, sagte Richter. Er und seine Mitarbeiter peilten jeden Morgen so gegen vier Uhr die Lage: „Wir müssen von Tag zu Tag denken und je nach Situation handeln.“ Der Salzvorrat würde noch für ein bis zwei Wochen Winterwetter reichen, meinte der Baubetriebshofleiter.

Laut Straßenreinigungsverordnung der Stadt Altena, an die sich Grundstückseigentümer halten müssen, ist die Verwendung von Salz oder sonstigen auftauenden Stoffen auf Gehwegen allerdings verboten. Nur in „besonderen klimatischen Ausnahmefällen, wie Eisregen, ist das Salzstreuen erlaubt. Wer das Taumittel vor seinem Haus trotzdem einsetzt, muss mit einem Bußgeld bis zu 500 Euro rechnen. ▪ Von Ilka Kremer

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