Streit in der SPD: "Beleidigungen dieser Art in 41 Jahren nicht erlebt"

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Getrennte Wege gehen die SPD und der ehemalige stellvertretende Ortsvereinsvorsitzende Reiner Kemmerling, der das Handtuch warf.

Altena –Der Streit in der SPD geht weiter: Es geht um die Frage nach einem eigenen Bürgermeister-Kandidaten.

Sie hätten sich stets dafür ausgesprochen, dass die SPD mit einem Bürgermeisterkandidaten zur Kommunalwahl im September antreten soll. Das betonen Reiner Kemmerling und Irmgard Ibrom in Stellungnahmen zur AK-Berichterstattung über die Querelen in der SPD Altena. 

Er habe sich sogar selbst als Kandidaten ins Gespräch gebracht, schreibt Kemmerling. Es hätten sich auch noch weitere Bewerber vorgestellt, die von der Mehrheit des Vorstandes aber abgelehnt worden seien. 

Angriffe wie "Du bist ein Kaspar"

Beleidigungen sei er nicht erst seit der Diskussion um die Bürgermeisterfrage ausgesetzt gewesen, schreibt Kemmerling. „Seit meiner Wahl im Dezember gingen die Angriffe und Rücktrittsforderungen täglich bei mir ein. Angriffe wie zum Beispiel „Du bist ein Kaspar“ oder „Dummheit muss massiv bekämpft werden“ sind nur die harmlosesten“. 

Ibrom: Monatelange Angriffe

Auch Irmgard Ibrom berichtet von permanenten Angriffen gegen Kemmerling, die es über Monate gegeben habe und die mit seiner Wahl zum stellvertetenden Ortsvereinsvorsitzenden noch zugenommen hätten. „Diffamierungen und persönliche Beleidigungen in dieser Art sind mir in meinen 41 Jahren in diesem Ortsverein nicht vorgekommen“, schreibt sie. 

Ibrom schildert, dass sie dem Ortsvereins- und Fraktionsvorsitzenden Lutz Vormann angeboten habe, ihn bei der Rückkehr auf die politische Bühne zu unterstützen. 

Er sei zunächst vom Ortsvereinsvorstand zum Bürgermeisterkandidaten gewählt worden. Als das wegen Vormanns Erkrankung nicht mehr zur Debatte gestanden habe, sei ein neuer Bewerber gesucht, aber nicht gefunden worden. 

Weitere Mitglieder "betroffen"

Ibrom, die im Dezember 2019 aus dem SPD-Vorstand ausschied, hält den Verzicht auf einen Bürgermeisterkandidaten für einen Fehler und weiß andere Parteimitglieder an ihrer Seite. Vor allem deshalb habe sie den Unterbezirksvorstand um Hilfe gebeten. 

Kemmerling,der nun alle Posten abgab und aus der Partei austrat, schreibt zu der Mediation, es sei dabei nicht nur ihn gegangen, sondern auch „um weitere Mitglieder, denen es ähnlich ergangen ist“. Ibrom wünscht sich, dass das aufhört und „dass nach dem angekündigten Neuanfang Respekt und Anstand wieder einkehren."

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