Straßen.NRW

Straßen.NRW lässt zahlreiche Bäume auf der B 236 abholzen

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Nur die ganz dicken Stämme werden weiterverarbeitet. Die große Masse der gefällten Bäume wird geschreddert

Altena - Eine Woche lang ging’s rund an der B 236 zwischen Altena und Nachrodt: Straßen.NRW ließ Bäume stutzen, und das im großen Stil. Davon zeugen große Mengen Holz, die hinter der Leitplanke lagern. Doch was passiert mit dem ganzen Holz?

Das meiste davon wird über kurz oder lang im Schredder landen. 

Das wird der ein oder andere Kaminofenbesitzer bedauern – die Stämme gäben prima Brennholz ab. Also ab mit der Säge zum Knerling und fröhlich Holz gemacht? Das gäbe ziemlich sicher Ärger, schließlich hat das Holz einen Besitzer. Es gehört dem Landesbetrieb oder der Firma, die die Bäume in seinem Auftrag fällte – das hängt von dem Vertrag ab, den diese beiden Partner schlossen. 

Straßen.NRW erklärt das Verfahren auf seiner Homepage: Es sei denkbar, „dass die Unternehmer das anfallende Holz direkt selbst verwerten. Ist dies der Fall, muss der Unternehmer den vermutlich zu erzielenden Erlös vorab in seinem Angebot berücksichtigen“. Gefällt werden die Bäume natürlich wegen der Verkehrssicherheit. 

Trotzdem spielt auch die Ökologie eine Rolle – dafür sorgen allein schon die beim Landesbetrieb beschäftigten Biologen. „Ein Teil des Holzes verbleibt vor Ort, wo es als Totholz oder zu Reisighaufen gestapelt Pilzen, Pflanzen, Insekten und Vögeln einen neuen Lebensraum bietet“, heißt es dazu auf der Straßen.NRW-Homepage. Dort erfährt man auch, dass in NRW pro Jahr rund 24 Mio. Euro für die Gehölzpflege an Autobahnen sowie an Bundes- und Landesstraßen ausgeben werden. 

Der Großteil des Holzes wird energetisch genutzt

Der weitaus größere Teil des Gehölzes werde jedoch weiterverwertet und als gehäckselte Biomasse energetisch genutzt. „Eine Nutzung als klassisches Brennholz oder als sogenanntes „Stammholz lang“ erfolgt in geringerem Umfang“, erklärt der Landesbetrieb. Das hat auch damit zu tun, dass das Häckseln der Bäume deutlich schneller geht als das Aufarbeiten zu Brennholz. Das bietet zum einen Kostenvorteile, ist zum anderen aber auch deshalb ein wichtiger Faktor, weil so die Verkehrsbehinderungen geringer gehalten werden. 

Die Preise für die durch das Schreddern gewonnenen Holzhackschnitzel sind im Laufe der vergangenen Jahre nicht zuletzt wegen der zunehmenden Zahl von Biomasseheizkraftwerken kontinuierlich gestiegen. Zurzeit werden pro Tonne 75 Euro bezahlt

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